Zur Diskussion um die Schließung des Klimaparks…

….äußert sich Bürgermeister Andreas Sunder mit folgender Stellungnahme:

Auch wenn die Rufe nach der Rettung des Klimaparks noch so laut werden, fest steht: Den Klimapark wird es in der vor mehr als zehn Jahren konzeptionierten Form nicht mehr geben können. Diese Entwicklung ist  genauso wenig abzuwenden wie der Klimawandel selbst. Genau das habe ich dem Aufsichtsrat der Gartenschaupark GmbH mitgeteilt und diese Nachricht auch öffentlich gemacht. Im Aufsichtsrat sind im Übrigen alle politischen Fraktionen vertreten. CDU und FDP haben an besagter Sitzung allerdings nicht teilgenommen.

Die Tatsache, dass die Zukunft des Klimaparks neu gedacht werden muss, ist unumgänglich – nichts anderes haben wir in einer Pressemitteilung frühzeitig mitgeteilt. Denn von ursprünglich 16 Projektträgern (14 externe plus Stadt und Gartenschaupark) leisten aktuell nur noch 6 externe Projetträger sowie die Park GmbH und die Stadt einen Beitrag im Klimapark. Alle Projektträger haben uns in Gesprächen signalisiert, dass es mit ihren Beiträgen in der jetzigen Form so nicht weitergeht. Wir (Politik, Verwaltung, und Bürgerschaft) müssen zur Kenntnis nehmen, dass das Modell, so wie es ursprünglich einmal gedacht war, nicht mehr funktioniert – und von der Öffentlichkeit auch nicht richtig angenommen wird.

Selbstverständlich werden noch funktionierende Technologien, Gebäudeteile und Angebote des grünen Klassenzimmers künftig weiter genutzt, sofern das möglich ist. Auch das haben wir in unserer Pressemitteilung betont. Alle Neuplanungen werden mit der Politik (und im Rahmen von Bauleitplanverfahren auch mit der Bürgerschaft) abgestimmt. Wir haben die Erstellung eines entsprechenden städtebaulichen Rahmenkonzepts, das auch Wohnen vorsieht, in Auftrag gegeben. Über die Umsetzung ist in den politischen Gremien zu beraten. Vor diesem Hintergrund empfehle ich allen Beteiligten, sich dieses Konzept erst einmal anzuschauen.

Die Themen Klimaschutz und Klimawandel haben für mich als Bürgermeister höchste Priorität – das beweisen wir mit unzähligen Projekten und Maßnahmen. Leider genießen diese Themen nicht bei allen Parteien im Stadtrat einen solch hohen Stellenwert. Denn einige Maßnahmen sind zum Teil gegen den Willen der CDU umgesetzt worden. Die Christdemokraten hatten unter anderem gegen das sehr erfolgreiche Projekt „Stark im Regen“ gestimmt. Ablehnend standen sie auch dem Projekt Klimaanpassungsmaßnahmen gegenüber, mit dem die Auswirkungen von Hitze und Dürre in Städten erträglicher gestaltet werden sollen.