Verjüngung für Rietbergs Ratsfraktionen

19 junge Rietberger interessieren sich so sehr für die Lokalpolitik in ihrer Heimatstadt, dass sie jetzt einen mehrwöchigen Schnupperkurs besuchen. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung hat Bürgermeister Andreas Sunder die Schülerinnen und Schüler in deren »Wunsch-Parteien« entsandt. In den nächsten Wochen werden sie hautnah an den politischen Beratungen der Fraktionen und der Fachausschüsse teilnehmen.

Das Interesse an Rietbergs erstem Schüler- und Jugendparlament ist erfreulich groß – da sind sich Bürgermeister und Fraktionsspitzen einig. In einer ersten Informationsveranstaltung für Gymnasium und Gesamtschule hatte Bürgermeister Andreas Sunder schon Mitte März die Arbeit der Fraktionen und des Stadtrates grundsätzlich erklärt und so Interesse geweckt, für einen überschaubaren Zeitraum an der Kommunalpolitik ihrer Heimatstadt mitzuwirken. Neben der Teilhabe an Beratungen ist auch ein Besuch im Düsseldorfer Landtag bei dessen Präsident André Kuper geplant, sowie eine eigene »Schüler-Ratssitzung«, für die die Jugendlichen selbst die Themen setzen.

Darüber hinaus haben die jungen Rietberger aus den Jahrgängen 9, 10 und 11 keine weiteren Verpflichtungen. Wobei die Fraktionen sicherlich den Wunsch hegen, den einen oder anderen Interessenten auch dauerhaft für die politische Arbeit gewinnen zu können. Nachwuchs ist bekanntermaßen gerade in der Politik selten. Der jüngste Ratsvertreter in Rietberg ist 33 Jahre alt, der älteste über 80.

Bevor die Jugendlichen an den ersten Beratungen teilnahmen erklärte Andreas Sunder noch einmal den Entscheidungsweg im Stadtrat: dass Anträge von Bürgern und Fraktionen oder Vorschläge der Stadtverwaltung in allen Fraktionen vorberaten und dann in den Fachausschüssen diskutiert werden; dass mehr als sieben Ausschüsse unterschiedlich oft und lange tagen, und dass am Ende immer der Rat der Stadt das letzte Wort hat. Im Anschluss wechselten die Schülerinnen und Schüler in »ihre Fraktionen«: – zwei gingen zu Bündnis 90/Die Grünen, vier zur CDU, vier zur SPD und neun zur Freien Wählergemeinschaft. Die FDP beteiligt sich nicht an diesem Projekt.

Bild: Bürgermeister Andreas Sunder führte im Ratssaal Schüler und Lokalpolitiker zusammen. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg