Tannenbaumaktion der Jungschützen Rietberg für guten Zweck

Traditionell sammelt die Jugend- und die Jugendstabskompanie der St. Hubertus Schützengilde Rietberg am zweiten Januar-Wochenende in Rietberg die Tannenbäume der Rietberger Haushalte – und dass für einen guten Zweck. Auch in diesem Jahr wird der Großteil des gesammelten Geldes für einen caritativen Zweck gespendet. Mit einem kleinen Teil der Spenden wird darüber hinaus die Jugendarbeit der Gilde-Schützen finanziert. Ab 8.30 Uhr wird sich ein großer Tross mit mehreren Fahrzeugen am Samstag, 11. Januar auf den Weg machen und die Straßen im Rietberger Stadtgebiet abklappern.

Bereits zum 22. Mal findet die Tannenbaum-Aktion der St. Hubertus Schützengilde in Rietberg statt. Wie in jedem Jahr nehmen die verschiedenen Gruppen – aufgeteilt auf mehrere Bezirke in Rietberg – die am Straßenrand positionierten Tannenbäume für eine kleine Spende von drei Euro pro Baum mit. „Selbstverständlich darf man freiwillig auch ein bisschen mehr geben“, weist Jungschützen-Meister und Organisator der Tannenbaumaktion Nino Strothoff auf den guten Zweck der Aktion hin, die gleich zwei wichtigen Säulen im Rietberger Stadtgebiet fördert.

„Einen Großteil der eingesammelten Spenden werden wir auch in diesem Jahr für eine caritative Einrichtung spenden. Uns ist es dabei sehr wichtig, dass das Geld hier vor Ort in Rietberg denjenigen zugute kommt, die es am dringendsten benötigen“, hofft Nino Strothoff daher erneut auf eine hohe Spendenbereitschaft der Rietberger Bürger. Zumal ein kleiner Teil des Spendengeldes wie gewohnt für die Jugendarbeit der Gilde verwendet wird. „Ohne diese Spenden, wäre die Arbeit mit den Jugendlichen in unserem Verein so nicht möglich“, so Strothoff weiter.

In den vergangenen Jahren sei die Spendenbereitschaft deutlich gestiegen, nachdem man sich entschied, das Spendengeld komplett in Rietberg zu verteilen. „Die Rietberger wissen, wohin das Geld geht und freuen sich so, Menschen vor Ort helfen zu können, denen es nicht so gut geht, wie uns“. Daher gebe es mittlerweile auch viele Bürger, die ihren Tannenbaum zwar noch stehen lassen, aber dennoch gerne die Spendendosen der Sammler füllen. Zuletzt wurden zwei Rietberger Familien unterstützt, die plötzlich und erwartet aufgrund einer schlimmen Krankheit in Armut gerieten.

Ankündigungsplakat Tannenbaumaktion Rietberg 2014

Um Personal muss sich die Schützengilde und Jungschützen-Meister Nino Strothoff, der die Aktion zusammen mit den Offizieren der Jugend- und der Jugendstabskompanie organisiert, nie große Gedanken machen. Die Jungschützen und die Schützen der Stabskompanie seien jedes Jahr mannstark vertreten, wenn es auf die selbsternannte „Tannenjagd“ gehe. „Es gab noch nie ein Jahr, in dem wir Personalnot hatten. Die Jungs haben Spaß daran und helfen gerne“, erklärt der Chef der Jungschützenkompanie den „Selbstläufer Effekt“ der Tannenbaumaktion.

In den über 20 Jahren haben sich mittlerweile einige kleine Rituale entwickelt, die die Tannenbaumaktion zu einer besonderen Aktion machen. So kehren mehrere Gruppen zu Beginn der Sammelaktion bei Rietberger Bürgern ein, um sich an der großen Frühstückstafel für den Tag zu stärken. Schließlich soll der Spaß an diesem Tage nicht zu kurz kommen. „Daher kann es auch schon mal vorkommen, dass einige Gruppen erst deutlich später wieder zum Schützenheim zurück kehren, als angedacht“, erklärt Nino Strothoff augenzwinkernd. Für alle Teilnehmer gibt es nämlich normalerweise ab 12.30 Uhr als Dank für ihre Mithilfe ein Schnitzelbuffet im Schützenheim.


Ins Leben gerufen wurde die Tannenbaumaktion der St. Hubertus Schützengilde Rietberg im Jahre 1993. Der damalige Jungschützen-Meister und spätere zweite Vorsitzende der Gilde, Franz-Josef Pollmeier, entwickelte diese Idee und stieß von Beginn an sowohl auf rege Teilnahme der Jungschützen, als auch auf die Hilfsbereitschaft der Rietberger Bürgerinnen und Bürger. „So eine Aktion gab es damals noch nicht. Das war zu der Zeit so etwas wie eine Marktlücke“, blickt Franz-Josef Pollmeier auf die Anfänge der Sammelaktion zurück.

Wer die Tannenbaumaktion unterstützen möchte, sollte am Samstag Morgen seinen Baum an die Straße stellen. Die mit Traktoren und Anhänger vorbeifahrenden Jungschützen werden die Bäume aufsammeln, aufladen und an den jeweiligen Häusern für die Spendenabgabe klingeln. Als wichtigen Hinweis mahnen die Organisatoren vor zuviel Leichtsinn und bitten daher davon abzusehen, das Geld bereits am Abend vorher oder auch morgens an die Bäume zu binden. In den letzten Jahren sei es leider vermehrt vorgekommen, dass über Nacht oder am Morgen Diebe durch die Straßen gezogen sind und das an den Bäumen befestigte Spendengeld gestohlen haben.

Sicherlich gebe es auch einige Bürger, die am Samstag Morgen nicht zu Hause seien und trotzdem spenden wollen. „Diese bitten wir, entweder die Spende im Vorfeld persönlich an die Schützengilde zu leiten oder es den Nachbarn zu bringen. Denn jeder Euro, der über Nacht oder am Morgen gestohlen wird, kann bedürftigen Menschen nicht mehr helfen.“ Die Bäume werden laut Zeitplan zwischen 8 und 13 Uhr eingesammelt – daher brauche sich niemand Sorgen machen, wenn um 12 Uhr der eigene Baum noch vor dem Haus liegt.