Stadt Rietberg: „Pulverdamm ist keine Durchfahrtsstraße“

Jeden Tag rollen hunderte Autos über den Pulverdamm. Und das, obwohl dort nur Anliegerverkehr zugelassen ist, in der gesamten Straße Tempo 30 gilt und entsprechende Verengungen ein zügiges Fortkommen einschränken. Die Stadt Rietberg weist jetzt darauf hin, dass es für Autofahrer auch sinnvolle Alternativen gibt. Zurecht sind die Anwohner des Pulverdamms mit der aktuellen unzufrieden und hoffen auf Besserung und Ideen der Stadt Rietberg.

Aus Sicht der Anwohner fahren auf der Verbindungsstraße zwischen Bokeler Straße und Wiedenbrücker Straße zu viele Autos. Dafür ist der Pulverdamm nicht ausgelegt und eine entsprechende Beschilderung weist gleich zu Beginn darauf hin: nur »für Anlieger frei«. Als Hauptsammelstraße muss der Pulverdamm ohnehin schon den Autoverkehr der umliegenden Wohnsiedlungen aufnehmen. Zusätzliche Autos kommen hinzu, weil die weitere Nord-Süd-Verbindung durch die Stadt – die Rathausstraße – nur in eine Richtung befahrbar ist. Diese Einbahnstraßenlösung ist politisch so gewollt.

„Was wir alle aber ändern können, das ist der Durchgangsverkehr“, sagt Bürgermeister Andreas Sunder. Er appelliert an alle Bürger, den Pulverdamm nicht als Durchgangsstraße zu nutzen. „Schließlich möchte jeder Bürger möglichst wenig Verkehr vor seiner eigenen Haustür. Und das sollten wir auch den Anwohnern des Pulverdamm ermöglichen.“ Zu den meisten Zeiten am Tag – und das hat Andreas Sunder selbst probiert und verglichen – bringt die Fahrt über den Pulverdamm ohnehin keinen Vorteil. „Andere Wege sind oft schneller.“

Denn auf dem gesamten 940 Meter langen Pulverdamm gilt die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Und auch die schweren Blumenkübel sowie die Verschwenkungen im Straßenverlauf verlangsamen den Verkehrsfluss und bezwecken, dass der Pulverdamm möglichst nicht als Durchgangsstraße genutzt wird.

Das ist auch gar nicht nötig. Wer mit dem Auto einmal quer durch die Stadt muss, zum Beispiel vom Netto-Markt zum Aldi, oder wer von der B64 kommt, sollte die Straße Rottwiese nutzen und dann über die Wiedenbrücker Straße in die Stadt fahren. Die Strecke ist vielleicht 400 Meter länger, jedoch dauert der Weg nicht unbedingt länger. Je nach Tageszeit und Verkehrsbedingungen mag der Weg eine Minute länger dauern oder auch eine Minute einsparen. Auf jeden Fall aber ist auf der Straße Rottwiese – die ganze Strecke über außerorts – ein flüssigeres Fahren möglich.

Wer aus Mastholte kommt und die Stadt durchqueren will, fährt am besten über den Torfweg und die Westerwieher Straße. Der Weg ist nicht länger und spart – je nach Tageszeit – ebenfalls bis zu einer Minute.