Stadt, Polizei und GKGR ziehen positives Fazit über Rietberg Karneval 2013

Eins scheint nach dem Rietberg Karneval Wochenende 2013 ganz sicher: Wettergott Petrus ist Karnevalist und wird das närrische Treiben in den Straßen in Rietberg mit einer roten Faschings-Nase betrachtet haben. Denn passend zu den „Rietberger Feiertagen“ ließ er Schnee und Regen verschwinden und dafür mehr die Sonne scheinen. Vielleicht konnten Stadt, Polizei und die Grafschaftler Karnevalsgesellschaft Rietberg (GKGR) auch genau deshalb ein sehr positives Fazit ziehen.

Nachdem bereits der Altweiber-Donnerstag in Rietberg friedlich und ohne große Vorkomnisse über die Karnevals-Bühne ging, waren auch die anderen Tage vergleichsweise ruhig und harmonisch. Vor allem auch am Sonntag, als die den Rietbergern bestens bekannte Partyband „Die Emsperlen“ das Südtorzelt rockten und das sogar bis spät in die Nacht. Lediglich die Kneiper waren nicht ganz so begeistert von dessen Auftritt, blieben die Stammgäste am Rosensonntag nämlich dieses Jahr teilweise aus.

Dennoch war man sich auf Seiten der Veranstalter des gesamten Karnevalstreiben einig, dass der Rietberg Karneval 2013 wieder ein voller Erfolg war. Dies lag zu großen Teilen auch an der eher friedlich und (nur) auf´s Feiern ausgelegten Besucherschar, die insgesamt nur wenig Anlässe zum Einsatz der Polizisten oder Sanitäter gaben. Lediglich zu späterer Stunde am Rosenmontag gab es einige Delikte zu bemängeln und zu melden, ansonsten blieb es fast ausschließlich friedlich.

Glück im Unglück hatten dabei zwei junge Männer, die auf dem Nachhauseweg mit Übergriffen zu kämpfen hatten: Während ein junger Karnevalist auf einem Supermarkt-Parkplatz an der Mastholter Straße mit einem Messer bedroht und dabei leicht an der Hand verletzt wurde, wurde der andere mit Kopf gegen die Fensterscheibe einer Gaststätte in der Rathausstraße geschleudert. Er kam mit nur leichten Schnitt- und Platzwunden an der Stirn ins Krankenhaus. Der schnelle Einsatz zweier Zeugen war es zu verdanken, dass der Täter sofort der Polizei übergeben werden konnte.

Bei diesen negativen Ausnahmen blieb es aber, was mit Sicherheit auch der Verdienst der Polizei war, die mit mehreren großen Gruppen zu jeder Zeit durch die Zelte und Straßen zogen und dabei mit ihrer Präsenz sicher für doofe Sprüche, aber auch für die nötige Sicherheit der Karnevalisten sorgen konnten. Lediglich knapp 80 Einsätze hatten die Sanitäter zu vermelden – ein normaler Wert für Rietberg Karneval. Zumal man nicht einmal zehn Personen mit dem Rettungswagen in die benachbarten Krankenhäuser bringen musste.

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„Es ist alles glatt gelaufen, von daher ist die rückläufige Anmeldung zu verkraften“, sprach Zugleiter und GKGR-Vizepräsident Thomas Meier von einem gelungenen Rosenmontagszug 2013. Aufgrund der tollen Wagen mit kreativen Themen konnte er es verschmerzen, dass man nicht in den dreistelligen Gruppenbereich vordringen konnte. „Kleiner aber trotzdem fein“, lautete das einhellige Motto aller Beteiligten, vor allem derer, die selber im Umzug dabei waren und sich über weniger Zugstops und Pausen freuen konnten. Auch der Kinderrosenmontagszug war wieder ein voller Erfolg, so die Grafschaftler

Vor allem die Politik bekam beim großen Rosenmontagsumzug in Rietberg 2013 ihr Fett weg: Gleich drei Wagen nahmen den umstrittenen Bau der Multifunktionshalle im Bibeldorf auf die Schüppe und wandelten dabei den Ratssaal in einen Schlafsaal um. Schließlich hätte man dem Bau entweder nicht zustimmen oder wenn überhaupt öffentlich zur Diskussion stellen müssen – Bürgermeister Andreas Sunder nahm es natürlich genau so mit Humor, wie seine Ratskollegen, die den Wink mit dem Zaunpfahl aber ganz sicher verstanden haben dürften.