Sporthalle Mastholte wieder freigegeben

Gute Nachrichten für Schüler und Sportler in Mastholte: Bis Ende dieses Monats April kann die Sporthalle am Schulzentrum wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden. Das hat Bürgermeister Andreas Sunder jetzt zusammen mit seinem Rathaus-Team entschieden.

Mehrere Monate war die Einfachsporthalle als vorübergehende Notunterkunft für Asylbewerber genutzt worden und stand daher für den Sport nicht zur Verfügung. Andreas Sunder hat diese Übergangslösung jetzt beendet, „weil wir nach aktueller Einschätzung und angesichts der momentanen Zuweisungszahlen von Flüchtlingen auf diese Unterkunfts-Reserve verzichten können“. Zudem ist der städtische Neubau einer Flüchtlingsunterkunft auf dem Parkplatz am Bibeldorf inzwischen bezugsfertig und bietet Schlafplätze für 50 Personen.

Mit der Entscheidung, die Halle wieder für den Sport freizugeben, löst Stadtoberhaupt Sunder ein Versprechen aus dem vergangenen Herbst ein, als er die Umnutzung der Sportstätte für Flüchtlinge als lediglich eine Notlösung für eine Übergangszeit ankündigte. Diese Übergangszeit geht in wenigen Tagen zu Ende. Dann werden städtische Mitarbeiter die Sporthalle wieder so herrichten, wie sie für den Schul- und Vereinssport benötigt wird.

Die Versorgungscontainer vor der Halle bleiben zunächst stehen und auch der zusätzliche Fußboden wird eingelagert. So kann die Stadt in einer erneuten Notsituation schnell reagieren und die Sporthalle vielleicht doch wieder umnutzen – „was wir natürlich nicht hoffen“, so Andreas Sunder.

„Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei all den Mastholtern bedanken, die diese ad-hoc-Entscheidung, die Halle umzufunktionieren, mitgetragen und auch einige Einschnitte hingenommen haben“, lobt Andreas Sunder. „Da ich weiß, dass gerade der Sport einen wichtigen Beitrag zur Integration genau dieser hilfesuchenden Menschen leisten kann, ist es mir umso wichtiger, diese Turnhalle wieder für ihre eigentliche Nutzung freigeben zu können.“

Aktuell sind nach wie vor mehr als 600 Flüchtlinge in mehr als 40 Wohnobjekten im Stadtgebiet Rietberg untergebracht. Neben dem fertiggestellten Neubau am Bibeldorf hat die Stadt weitere Containerstandorte in Planung und fertige Bauprojekte in der Schublade, um neue Unterkünfte für zusätzliche Flüchtlinge schaffen zu können. Denn ob und wie viele Asylsuchende in den kommenden Wochen und Monaten nach Rietberg kommen, ist aus Sicht der Stadtverwaltung nicht absehbar.