Sporthalle in Mastholte bekommt nach 30 Jahren neuen Boden

Hunderte Latten, tausende Klötzchen. Alle einzeln ausgemessen und handgesägt – Umfangreich und aufwendig bekommt die Sporthalle in Mastholte derzeit einen neuen Sportboden. Die Stadt Rietberg nutzt die Sommerpause, um der 30 Jahre alten Sporthalle einen neuen Fußboden zu verpassen.

Schulsport, Handballspiele und andere Aktivitäten haben in den vergangenen Jahren auch im Wortsinne ihre Spuren hinterlassen. „Der Boden war jetzt wirklich abgängig“, sagt Wilfried Poll, Hausmeister im Schulzentrum Mastholte. Deshalb wird der Holzschwingboden komplett ausgetauscht. Vor wenigen Jahren war die große Sporthalle aus Mitteln des Konjunkturpaketes bereits grundlegend saniert worden. Für den Sportboden reichte das Geld allerdings nicht mehr.

„Der Holzschwingbodens an sich hat sich bewährt“, berichtet Poll. Deshalb wird erneut das gleiche flächenelastisches Bodensystem verbaut. Das ist mit den künftigen Nutzern im Vorfeld abgestimmt worden. Nachdem der komplette alte Boden entfernt und sachgerecht entsorgt worden ist, haben Mitarbeiter einer hiesigen Fachfirma ein kompliziertes Holzkonstrukt in die 1150 Quadratmeter große Halle gelegt. Das Gerüst ruht auf unzähligen kleinen Holzklötzchen, die mit weichem Dämmmaterial gepolstert sind.

Sanierung kostet sechsstelligen Betrag

Alle Klötze und alle Latten schneiden und sägen die Fachleute vor Ort per Hand zu. Dafür muss für jeden Teil der Halle die exakte Höhe beachtet werden, damit der Boden später ganz gerade ist. Die Zwischenräume des überdimensionalen Holzkreuzes werden mit Dämmwolle gefüllt. „So erhöht sich schließlich auch der Dämmwert des Bodens“, erklärt Hans Altemeier vom zentralen Immobilienmanagement der Stadt. Daran hatte man damals, bei der erstmaligen Installation des Bodens, gespart.

Rund 120.000 Euro investiert die Stadt Rietberg in die Sanierung der Sporthalle. Anschließend werden nun eine biegesteife Lastverteilerschicht und das bewährte Sportlinoleum aufgebracht. Noch bis zum Ende der Ferien werden die Arbeiten dauern. Dann werden kleine wie große Sportler wieder »festen Boden« unter den Füßen haben.