So viele Sommer-Leseratten wie noch nie

Bibliotheksleiter Manfred Beine (rechts) und Bibliotheksmitarbeiterin Julia Neumann (links) bedankten sich stellvertretend bei Dietmar und Eva Maria Mückshoff, Adelheit Enzinger und Renate Gröger und (von links) – genau wie Bürgermeister Andreas Sunder (Dritter von rechts). Foto: Stadt Rietberg

Bibliotheksleiter Manfred Beine (rechts) und Bibliotheksmitarbeiterin Julia Neumann (links) bedankten sich stellvertretend bei Dietmar und Eva Maria Mückshoff, Adelheit Enzinger und Renate Gröger und (von links) – genau wie Bürgermeister Andreas Sunder (Dritter von rechts). Foto: Stadt Rietberg

Der SommerLeseClub für Jugendliche ab dem 5. Schuljahr ist in Rietberg so beliebt wie nie. Mehr als 200 Mädchen und Jungen haben während der Sommerferien mehr als 2000 Bücher ausgeliehen und gelesen. Stadtbibliotheksleiter Manfred Beine spricht von tollen neuen Rekordwerten im inzwischen neunten Jahr des SommerLeseClubs.

„Während der SommerLeseClub in anderen Städten immer weniger Resonanz findet, ist hier in Rietberg die Tendenz weiter steigend“, ist Manfred Beine begeistert von dem neuen Höhepunkt dieser Erfolgsgeschichte. 223 Kinder und Jugendliche (im Vorjahr 171) hatten sich im Laufe des Sommers immer wieder in der Stadtbibliothek bedient, Bücher entliehen, gelesen und anschließend besprochen. 210 von ihnen haben mindestens drei Bücher geschafft, welches die Voraussetzung war, um Belohnung zu erhalten: Büchergutscheine und USB-Sticks gab es, verbunden mit einer Urkunde, als Geschenk. „Was uns besonders freut: Viel mehr Teilnehmer wollten einen Gutschein anstatt des USB-Sticks“, sagt Bibliotheksmitarbeiterin Julia Neumann. „Wir scheinen zu erreichen was wir wollen – nämlich die Freude am Lesen wecken.“

Die Kinder und Jugendlichen haben großen Anteil daran, dass der Monat Juli mit 8247 Entleihungen einer der stärksten Monate in der Stadtbibliotheksgeschichte war. „Normal haben wir etwas mehr als 7000“, erklärt Manfred Beine.

Große Unterstützung bei der Durchführung des SommerLeseClubs bekamen die Bibliotheksmitarbeiter von neun ehrenamtlichen Lesepaten. Und denen sagte Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder jetzt ein dickes Dankeschön. Denn die Lesepaten hatten sich so aufgeteilt, dass an allen Tagen des Aktionszeitraumes – fünfmal in der Woche – jemand da war, um die Teilnehmer abzufragen. Bei der Rückgabe eines Buches gilt es stets, eine kurze Zusammenfassung zu geben, um zu überprüfen, ob die Mädchen und Jungen die Bücher tatsächlich gelesen und verstanden haben.

„Das war für uns eine große Entlastung“, sagt Manfred Beine erfreut, denn parallel lief ja auch der reguläre Bibliotheksbetrieb. Die Lesepaten waren mit ebenso viel Begeisterung bei der Sache wie die Kinder. „Auch ich habe viel gelernt“, sagt beispielsweise Renate Görger. „Es ging ja nicht immer nur um Kindergeschichten und Erzählungen, sondern auch um Sachbücher.“ Von naturwissenschaftlichen Experimenten und Rekorden aus dem Guinnessbuch haben auch die Lesepaten so einiges behalten. Und Lesepatin Heide Enzinger ergänzt: „Wenn man in die leuchtenden Augen der Kinder blickt, dann sieht man die Begeisterung, mit der sie erzählen. Und man spürt, wie sehr das Lesen eine Bereicherung ist.“

Mit Blumen bedankten sich Andreas Sunder und Manfred Beine für den sommerlichen Einsatz bei Adelheid Enzinger, Monika Fincke, Renate Görger, Bärbel Junge, Annegret Kramer, Ursula Rehkemper, Ingrid Steffens und den Eheleute Eva Maria und Dietmar Mückshoff. Die unterstützen die Stadtbibliothek auch außerhalb des SommerLeseClubs und lesen Kindern zum Beispiel im Rahmen der Lesewiese vor.