Siegel zeichnet positiven Klimaschutz-Weg der Stadt Rietberg aus

Für ihre ehrgeizigen Ziele im Zuge des Klimaschutzes ist die Stadt Rietberg jetzt mit dem Siegel »100% RES Communities« ausgezeichnet worden. Damit wird das Bestreben gewürdigt, die Stadt Rietberg in ihrer Energieversorgung bis zum Jahr 2030 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen. Rietbergs Klimaschutzmanagerin Anika Hering hat jetzt die Auszeichnung in Kassel entgegengenommen. 

Schon vor einigen Jahren hat die Stadt Rietberg einstimmig das Ziel beschlossen, sich bis zum Jahr 2030 zu einer energieautonomen und nachhaltigen Stadt entwickeln zu wollen. Dieses Leitbild ist die Basis für die Rietberger Klimaschutzstrategie und soll den Ausbau erneuerbarer Energien im Stadtgebiet vorantreiben.

Etwa 29 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Stadt wird bereits aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Jedoch wird in Rietberg noch immer drei- bis viermal mehr Energie benötigt als selbst hergestellt wird. „Dennoch sind wir bereits auf einem guten Weg“, blickt Bürgermeister Andreas Sunder nach vorn und freut sich zusammen mit Anika Hering über das frische Siegel. Schon 2012 hatte Rietberg den European Energy Award Gold verliehen bekommen für die vorbildlichen Leistungen in der kommunalen Klimapolitik.

1.400 Fotovoltaik-Anlagen auf privaten Häusern, landwirtschaftlichen Gebäuden und Firmendächern im Stadtgebiet produzieren rund 30.200 Megawatt Strom im Jahr. „Das reicht, um mehr als 7.600 Durchschnitts-Haushalte zu versorgen“, hat Rietbergs Klimamanagerin Anika Hering ausgerechnet. Rietberg deckt damit bereits 14,2 Prozent des gesamten Strombedarfs im Stadtgebiet durch Sonnenstrom.

Stadt Rietberg findet sich auf Online-Europakarte für erneuerbare Energie wieder

Hinzu kommen noch die 19 Biomasseanlagen im Stadtgebiet, die ähnlich viel Strom produzieren wie die Solaranlagen. Zusammen mit den drei Windkraftanalagen in Druffel sowie Energie aus Wasserkraft und Klärgas werden in Rietberg so bereits etwa 29 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Stadt aus Erneuerbaren Energien gedeckt.

Das Projekt »100ee« (erneuerbare Energieregion) hat das Institut dezentrale Energietechnologien (IdE) initiiert. Das Siegel soll all jene Kommunen vernetzen, die sich für ein 100-Prozent-Erneuerbare-Energien-Ziel aussprechen. Auch international. Zehn Nationen sind an dieser europäischen Bewegung beteiligt. Denn „für die Energiewende ist das Engagement der Akteure vor Ort entscheidend“, sagt 100ee-Projektleiter Dr. Peter Moser aus Kassel.

Somit mündet die nationale Initiative »100ee« in das internationale Projekt »100% RES Communities« (Renewable Energy Source). Und so erscheint die Stadt Rietberg nun mit 22 anderen deutschen Städten und Gemeinden auf einer Online-Europakarte der beteiligten Kommunen.

Das Bild zeigt Rietbergs Klimaschutzmanagerin Anika Hering (links) in Kassel bei der Übergabe des »100% RES Communities -Siegel« aus den Händen von Anna Leidreiter (Projekt »100ee«). (Foto: Stadt Rietberg)