Schnelleres Internet in Bokel, Druffel & Westerwiehe in Sicht

In Sachen schnelleres Internet in Rietberg geht es weiter zügig voran. Die Förderverfahren für den Breitbandausbau für Bokel, Druffel und Westerwiehe sind auf dem Weg. Das sind die Stadtteile mit den aktuell niedrigsten Übertragungsraten. Deshalb kümmert sich die Stadt Rietberg dort zuerst um eine schnellere Internetverbindung. Derzeit laufen die sogenannten Auswahlverfahren für einen Netzbetreiber, der die Breitbandversorgung in den Ortsteilen ausbauen wird.

Diese Auswahlverfahren endeten soeben für Bokel; für Druffel und Westerwiehe am 15. August. „Ich bin sehr optimistisch, dass uns dann Angebote von Telekommunikationsunternehmen vorliegen werden, die ein baldiges Ende des Surfens im Schneckentempo immer näher rücken lassen“, hofft Bürgermeister Andreas Sunder. „Wir haben leider schon zu viele Jahre gewartet. Deshalb werden wir nun rasch die  Angebote auswerten und  entsprechende Förderanträge an das Land NRW stellen“, verspricht Sunder.

Sofern diese Anträge bewilligt werden – ob und wann ist noch offen – trägt das Land 75 Prozent der Kosten, maximal 180.000 Euro je Ortsteil. Nach Bewilligung der Mittel durch das Land NRW kann der Netzausbau beginnen. Das kann dann bis zu zwölf Monate dauern. „Wir hoffen, dass es schneller geht, allerdings muss sich  die Stadt auch an gewisse Spielregeln im Rahmen der EU-Förderrichtlinien halten“, erklärt Sunder.

Unterversorgung in 90% der Haushalte

Die Stadt Rietberg muss sich im Verfahren genau an die Förderrichtlinien des Landes NRW und der EU halten. Deshalb hatte in Druffel und Westerwiehe zunächst eine Bedarfsermittlung stattgefunden. Die Bürger hatten in Fragebögen mitgeteilt, wie langsam das Surfen im weltweiten Netz bei ihnen zu Hause tatsächlich ist. Jetzt liegt das Ergebnis vor, das kaum überrascht: In Westerwiehe sind 77 Prozent aller Haushalte unterversorgt, in Druffel sogar 90 Prozent.

Weil die Haushalte und Firmen dort nur mit weniger als 2 Mbit je Sekunde surfen können, ist eine weitere Voraussetzung für eine Förderung gegeben. Sunder: „Es ist durchaus möglich, dass eine solche Beihilfe in Zukunft auch für den Internetausbau in den anderen Stadtteilen möglich sein wird. Derzeit wird die Förderrichtlinie überarbeitet und die Unterversorgungsgrenze von 2 Mbit/s, die vor sechs Jahren noch gerade passend war, könnte dann auf 6 Mbit/s heraufgesetzt werden.

Bürgermeister Andreas Sunder und Rüdiger Ropinski von der Abteilung für Räumliche Planung und Entwicklung hatten sich jüngst bei den freiwilligen Helfern bedankt, die in Druffel und Westerwiehe die Fragebögen für die Bedarfsermittlung verteilt hatten. „Ohne eure Unterstützung hätten wir nicht so viele Bürger erreicht. Eure Mithilfe war Gold wert“, lobte Andreas Sunder die jungen Leute und ließ ihnen eine kleine Spende für die Vereinskassen zukommen. In Druffel freuen sich die Mitglieder der Landjugend darüber, in Westerwiehe sind es die Sängerinnen und Sänger des Jugendchores, die fleißig waren.