Rietbergs Ortsvorsteher plant Maibaum-Aufstellung im Ortskern

„Maibäume haben in einigen unserer Stadtteile Tradition. Bei uns in der Kernstadt leider nicht“; sagt Rietbergs Kernstadt-Ortsvorsteher Engelbert Ottemeier. „Ich möchte auf Anregung der Bürgerschaft eine solche Tradition auch bei uns ins Leben rufen.“ Deshalb lädt er zu einer öffentlichen Bürgerversammlung am kommenden Montag, 23. März ein. Diese beginnt um 19.30 Uhr im Vereinsheim der St.-Hubertus-Schützengilde (An den Teichwiesen/Ecke Torfweg).

In Druffel, Bokel und neuerdings auch in Varensell würden Maibäume in Verbindung mit einem fröhlichen Treff für die Bürgeraufgestellt . In Neuenkirchen gebe es sogar die Gewohnheit, zur Maikirmes richtige Bäume zu pflanzen, stets zum Auftakt der Maikirmes. „Mastholte hat seinen Handwerkerbaum bekommen und Westerwiehe hat dank eines Gastwirtes ebenfalls eine Maibaumtradition. Nur bei uns im historischen Stadtkern ist das vorbei.“

Früher habe der Bauhof ein Prachtexemplar am Südtor im Frühling eingesetzt und im Herbst wieder weggeholt. Das wars. Eine kleine Fete zum Monatswechsel von April auf Mai habe es laut Ottemeier dabei nicht gegeben. Für den Rietberger Ortsvorsteher ist das bisherige Engagement der Baubetriebsabteilung „sehr löblich“. Aber: „die Bürger hatten außer dem schönen Anblick über die Sommermonate hinweg nichts davon“.

Dabei sei so eine Maibaumaufstellung eine schöne Gelegenheit für die Menschen miteinander ins Gespräch zu kommen und in lockerer Atmosphäre miteinander zu feiern. Auch für die Vereine sei ein solcher Termin eine gute Gelegenheit, mit den Menschen in einem Stadtteil ins Gespräch zu kommen.

„Bereits seit einigen Jahren gibt es gar keinen Maibaum mehr in Rietberg. Der Stamm war nicht mehr in Ordnung. Sicherheitsaspekte machten esunmöglich, diesen maroden Stamm noch einmal aufzubauen. Mich haben nach den löblichen Aktivitäten der Varenseller viele Bürger hier in der Kernstadt angesprochen, warum wir hier das nicht auf die Beine gestellt bekommen“, so Rietbergs Ortsvorsteher Engelbert Ottemeier in seiner Pressemitteilung.

„Eine Party kann auch der Integration dienen“

Darauf hin sei er aktiv geworden, habe Abstimmungsgespräche mit der Verwaltung geführt und „von dort mehrere mögliche Standorte für einen neuen Baum mit den Wappen der Vereine aus der Kernstadt genannt bekommen.“ Diese Standorte sollen nun in der Bürgerversammlung dargestellt werden. Erste Sponsoren aus den Vereinen und der Unternehmerschaft habe er bereits gefunden, so der der Rietberger Ortsvorsteher.

Ihm schwebt zur Errichtung eines neuen Maibaums für Rietberg eine öffentliche Veranstaltung mit Getränke- und Imbissständen, Musik heimischer Formationen und alles auch unter Hinzuziehung anderer Gruppierungen wie etwa der DITIB-Gemeinde vor. Eine Party zur Ausstellung eines Maibaumes könne auch der Integration dienen.

„Ich würde mich freuen, wenn viele Vereinsvertreter, die hinter der Sache stehen, zur Versammlung kommen würden“, so Ottemeier. Mit einem Blick auf die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten einer solchen Party in den Mai sieht er auch die Möglichkeit, mit „Imbiss- und Getränkestand Geld für einen caritativen Zweck zu sammeln.“ All das soll in der Bürgerversammlung am 23. März besprochen werden, ebenso ein ganz konkreter Zeitplan

Denn ein Ziel verfolgt der Rietbergs Ortsvorsteher konkret: „Es wäre schön, wenn wir schon dieses Jahr den Wunsch der Bürger in die Tat umsetzen könnten.“