Rietberger Wochenmarkt freut sich über weiteren Zuwachs

Der gerade vergrößerte Wochenmarkt – immer freitags hinter dem Rathaus – wartet am Freitag, 12. September, erneut mit einigen Besonderheiten auf. Frischer Honig und dazu Obst und Gemüse vom Biohof ergänzen das ohnehin schon abwechslungsreiche Angebot des kleinen aber feinen Wochenmarktes in der historischen Rietberger Altstadt.

Nach längerer Pause ist der Biolandhof Mertens Wiesbrock wieder auf dem Wochenmarkt vertreten und schließt die Lücke des Bio-Vollsortiments. Seit mehr als 15 Jahren bauen Josef Wiesbrock und Magdalena Mertens-Wiesbrock erfolgreich Biogemüse auf ihrem Hof in Varensell an. Es kommt direkt vom Feld auf den Tisch – ein Grund, warum es so lecker schmeckt. Ganz besonders schätzen die Kunden die aromatischen Tomaten, den kräftig-herben Feldsalat und die duftenden Kräuter.

Ab dieser Woche wollen Mertens Wiesbrock Naturkost regelmäßig den Rietberger Wochenmarkt in der idyllischen Fachwerkkulisse der schönen Altstadt bereichern – immer freitags ab 14 Uhr zwischen Rathaus und Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Rietberg. Und noch eine Neuerung: Die griechischen Spezialitäten von Feinkost Schilan gibt es nur alle zwei Wochen. In die Lücke springt nun Helmut Holtkötter, auch bekannt als „Socken-Helmut“. Im wöchentlichen Wechsel teilen sich die beiden Händler einen Standplatz auf dem Rietberger Wochenmarkt.

Honig aus Rickfelders Garten in Rietberg

An diesem Freitag bringt außerdem Frische- und Feinkost-Spezialitäten Antonius Strunz seinen Imkerpartner Klaus Rickfelder mit nach Rietberg. Sonst verkauft der Delbrücker Antonis Strunz die Produkte von Rickfelder an seinem eigenen Stand mit. Diesmal kommt der langjährige Imker Klaus Rickfelder persönlich mit einem Stand nach Rietberg.

Diese Kisten sind die sogenannten Magazinbeuten, in denen die Bienenvölker leben. Jeweils zwei übereinander beherbergen einen Bienenstaat. Unten wachsen die Larven heran, oben sammeln die Bienen ihren Wintervorrat an Honig.

Diese Kisten sind die sogenannten Magazinbeuten, in denen die Bienenvölker leben. Jeweils zwei übereinander beherbergen einen Bienenstaat. Unten wachsen die Larven heran, oben sammeln die Bienen ihren Wintervorrat an Honig.

Die Zweige des Pflaumenbaum- und Apfelbaums in Rickfelders Garten biegen sich vor Früchten. Kein Wunder, lebt direkt darunter doch ein fleißiges Bienenvolk. „Man sagt ja immer, Pflaumen bräuchten keine Befruchtung, aber sehen sie selbst«, sagt Klaus Rickfelder und zeigt auf die Magazinbeute, die direkt unter den Bäumen steht. Um den kleinen Kistenturm herum summt und brummt es. Bienen schwärmen aus oder kehren von ihren Nektarsammelflügen heim. „Dieses Volk ist zahm, deshalb habe ich es im Garten stehen“, sagt der Hobbyimker und schwenkt die Rauchkanne über den Waben.

Klaus Rickfelder zieht eine der Waben heraus. Sie ist mit hellem und dunklem Honig gefüllt. „Das ist Waldhonig“, erklärt der Fachmann und zeigt auf die dunklen Stellen: „Die Bienen produzieren reinen Honig.“ Klaus Rickfelder wurde die Imkerei förmlich in die Wiege gelegt. Schon sein Vater, Großvater und Urgroßvater waren Bienenzüchter. Inzwischen hat er selbst 20 Bienenvölker, die ihm jedes Jahr 35-38 Kilogramm Honig liefern. Doch sein Honig ist begehrt. Bis nach Dortmund und Warburg liefert er das wertvolle süße Lebensmittel, das tausende seiner fleißigen Arbeiterinnen im Sommer produzieren. Mitte August schon bereiten sich die Bienen in die Winterruhe vor. Dann sind alle Obstbäume befruchtet und die meisten Büsche und Blumen haben ihre Blütezeit hinter sich.