Rietberger Realschüler verschönern mit Projekt den Gartenschaupark

Die roten Enten im Gartenschaupark Mitte haben alle wieder einen Kopf. Zumindest vorübergehend. Jugendliche der Realschule Rietberg sind mit Materialien aus der Natur kreativ geworden und haben kunstvolle Köpfe gebastelt. »LandArt« heißt das Kunstprojekt. Mit der Verwendung von Gräsern, Halmen, Stöckchen und Blumen nutzen die Achtklässler ganz bewusst vergängliche Materialien.

„Wir wollen sehen, wie sich die geschaffenen Dinge mit der Zeit verändern“, erklärt Lehrerin Dr. Barbara Möllers den Hintergrund des Kunstprojektes »LandArt«. Temporäre Spuren hinterlassen und die Landschaft auf sanfte Art verändern – das steckt dahinter. „LandArt – das sind Dinge, die sich selbst ständig verändern und zersetzen“, sagt Möllers. „LandArt will die gewohnten Sehgewohnheiten stören.“

Mit Friedrich Vossel gab den Realschülern ein erfahrener Künstler Hilfestellung. Der Lippstädter Bildhauer ist gelernter Florist und daher in der Arbeit mit Naturmaterialien vertraut. Dabei entstehen die künstlerischen Ideen erst während des Prozesses.

Während der zwei Projekttage wandelten die 13- bis 14-Jährigen durch den Gartenschaupark und suchten nach Gelegenheiten, ihre Spuren zu hinterlassen. An verschiedenen Stellen wurden sie fündig. Die kopflosen Enten am Obersee sind eine davon.

Immer wieder fallen die Enten am Obersee willkürlichem Vandalismus zum Opfer. „Mit unserer Kreativität zeigen wir der Zerstörungswut ihre Grenzen auf“, sagt Möllers. Dass die neu gestalteten Köpfe sich verändern und bald wieder verschwinden – das bringen Bastelmaterialien aus der Natur nun mal mit sich – das ist durchaus gewünscht und der Grundgedanke des Projektes.

Bildzeile:
Kader, Julia und Elena (von links) basteln neue Köpfe für die roten Enten am Obersee im Gartenschaupark Rietberg. Lehrerin Dr. Barbara Möllers schaut begeistert zu. (Foto: Gartenschaupark Rietberg)