Rietberge Sternschnuppe wegen Erfolglosigkeit eingestellt

Es sollte DIE revolutionäre Idee sein, um die Wirtschaft in Rietberg wieder anzukurbeln. Doch die Erfindung des Rietberger Universal-Gutscheins mit dem tollen Namen „Rietberger Sternschnuppe“ wird nun doch wieder eingestellt. Die Bürger hätten zwar reichlich Sternschnuppen gekauft, diese aber bis heute nicht eingelöst. Bürgermeister Andreas Sunder zeigte sich sehr enttäuscht, musste sich aber zusammen mit Wirtschaftsförderer Jörn Frensemeier eingestehen, dass diese Aktion leider gefloppt ist.

Weit über 150 Firmen und Unternehmen hatten sich Ende des Jahres 2013 an der Einführung des Universal-Gutscheins beteiligt und signalisiert, diese Aktion zu unterstützen. Passend zum Weihnachtsmarkt in Rietberg hatte die Stadt in Person von Bürgermeister Andreas Sunder und Wirtschaftsförderer Jörn Frensemeier den Gutschein vorgestellt. Der Gutschein konnte in der Sparkasse, der Volksbank und im Bürgerbüro erworben werden und dann in den teilnehmenden Geschäften eingelöst werden. Doch anscheinend kamen bis heute keine Gutscheine an.

Rietberg Sternschnuppe auf der Theke der Gaststätte zum Alten GrafDabei sollte die Rietberger Sternschnuppe doch eigentlich die Kaufkraft in Rietberg vor Ort unterstützen und fördern. Schließlich könnte der Gutschein einmal erworben in zahlreichen Rietberger Geschäften eingelöst werden. Das Geld sollte damit also definitiv in Rietberg bleiben. Um die Hemmschwelle recht niedrig zu halten, hatte man sich bei der Einführung entschieden, die Sternschnuppe im Wert von zehn und 20 Euro anzubieten. Gleich bei der Einführung kannte die Begeisterung der Rietberger Bürger keine Grenzen und so wurde alleine in den Weihnachtsmarkt-Tagen eine große Summe an Gutscheinen am Stand der Stadt Rietberg erworben.

Indes, der Rietberger Bürger löste diesen Gutschein bis heute nicht ein. „Bis zum heutigen Tage müsste eine große Zahl an Gutscheinen im Umlauf sein. Doch anscheinend liegen diese noch in den Schubladen der Rietberger. So haben wir uns das garantiert nicht vorgestellt“, zeigte sich Bürgermeister Andreas Sunder am heutigen Dienstag Morgen bei einer extra dafür einberufenen Pressekonferenz sehr enttäuscht. Schließlich war der Universal-Gutschein zur Förderung der Kaufkraft in Rietberg eines seiner großen Themen im Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl.

Nun müsse man eine große Fehleranalyse betreiben und schauen, warum die Rietberger Sternschnuppen nicht genutzt wurden. Ein weiterer Versuch – wahrscheinlich Mitte diesen Jahres – steht bereits fest, doch dafür muss man evtl. das ganze Konzept des Universal-Gutscheines für Rietberg überdenken. Letztlich sei zwar Geld geflossen, doch das bislang ausschließlich an die Stadt Rietberg. Und Sinn der Aktion war ja eigentlich, die Rietberger Unternehmen und Firmen mit der Rietberger Sternschnuppe zu fördern und die Kaufkraft in Rietberg auszuweiten.

Als Niederlage wolle Andreas Sunder diese anscheinend gefloppte Aktion allerdings keinesfalls sehen. „Wir müssen an einem besseren Konzept feilen und schauen, ob wir noch in diesem Jahr einen neuen Versuch mit einem neuen Projekt starten“, so Sunder weiter. Wirtschaftsförderer Jörn Frensemeier könne sich das nicht Einlösen der Gutscheinen lediglich mit dem Namen erklären. „Wahrscheinlich ist der Sinn der Rietberger Sternschnuppe nicht so wirklich rüber gekommen. Viele Rietberger glauben anscheinend, dass sie mit der Sternschnuppe nun das Glück in der Tasche haben und dafür nichts mehr tun müssen. „, überlegt er schon seit Anfang des Jahres über eine Namensänderung des Universal-Gutscheins nach.

Dafür scheint es nun aber erst einmal zu spät, denn der Chef selbst – Andreas Sunder – hat die Aktion bereits umgehend gestoppt. „Dienstag der 1. April 2014 wird uns leider unangenehm in Erinnerung bleiben. Aber da müssen wir jetzt durch“, strahlte der Bürgermeister trotzdem Optimismus aus. Zunächst hatte man sogar an eine Rückruf-Aktion der Rietberger Sternschnuppe gedacht, doch man wolle nun erst einmal abwarten, wie die weiteren Planungen aussehen.