Rietberg will Masterplan-Kommune werden

Die Stadt Rietberg hält an ihrem Ziel fest, Masterplan-Kommune des Bundesumweltministeriums zu werden. In der ersten Bewerbungsstufe des Bundeswettbewerbs hat die Stadtverwaltung eine Projektskizze eingereicht, die Klimaschutzmanagerin Anika Hering den Mitgliedern des Umwelt- und Klimaausschusses nun erläuterte. Es folgt die zweite Stufe, die Antragstellung. Im positiven Falle kann die Stadt Rietberg mit einer 80-prozentigen Förderung ihrer Klimaschutzmaßnahmen rechnen. Anika Hering rechnet mit rund 400.000 Euro Fördergeldern in den kommenden vier Jahren.

Damit könnten Maßnahmen in Rietberg gefördert werden, die zur weiteren Reduzierung von Emissionen beitragen, die die Schulen einbinden oder die klimaneutrale Mobilität voranbringen – sprich das Radfahren oder den ÖPNV.

Als Masterplan-Kommune verpflichtet sich die Stadt Rietberg, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken und ihren Verbrauch an Endenergie in diesem Zeitraum zu halbieren. Um diese Ziele erreichen zu können, würde die Stadt verschiedene Maßnahmen anfassen, um erneuerbare Energien auszubauen und die Bürger zu unterstützen, den Energieverbrauch zu senken. Auch private Haushalte können einen großen Beitrag zum Ziel des »100% Klimaschutz« leisten.

Auf die Stadt Rietberg kommen keine zusätzlichen Kosten zu, auch wenn ein gewisser Eigenanteil aufzubringen wäre. Der städtische Teil wird über das bereits im Haushaltsplan eingeplante Budget abgedeckt. Im ersten Jahr des vierjährigen Projektzeitraumes wird ein umfangreiches Konzept erstellt, das verschiedene Strategieansätze erläutern soll. Die »Vision der Stadt Rietberg« ist zudem die Gründung einer Klimastiftung in Rietberg. Dazu könnte auch das Gespräch zu möglichen Kooperationspartnern wie dem Klimapark Rietberg, der Energiegenossenschaft Rietberg und der Bürgerstiftung Rietberg gesucht werden.