Planung der Windkraftzonen wird vertagt

Aufgrund eines neuen Erlasses der Landesregierung zum Bau von Windenergieanlagen ist die bisherige Planung der Stadt Rietberg hinfällig. Die zuletzt ermittelten Konzentrationszonen, in denen künftig der Bau von Windrädern erlaubt werden darf, müssen jetzt noch einmal neu ermittelt werden. Die für die kommende Woche geplante Offenlegung der Flächennutzungsplanänderung sowie der Runde Tisch zur Bürgerinformation müssen ausfallen.

„Ein Infoabend macht nun plötzlich keinen Sinn mehr“, erklärt Bürgermeister Andreas Sunder. „Wir könnten den Bürgern nur inzwischen überholte Karten zeigen. Und innerhalb von nur drei Tagen können wir keine neue Planung erstellen“, so Sunder weiter. Für Montag, 9. November, waren ursprünglich alle Bürger zu einem Runden Tisch in den Ratssaal eingeladen. Dieser Abend wird nun ins kommende Jahr verschoben.

Den neuen Erlass für die Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen hat die Landesregierung erst an diesem Mittwoch veröffentlicht. Er besagt unter anderem, dass Windenergieanlagen grundsätzlich auch in Überschwemmungsgebieten geplant werden dürfen. Bislang sind diese Gebiete als sogenannte Tabuzonen außer Acht gelassen worden. „Nun müssen wir diese Bereiche als potenziell mögliche Windvorrangzonen in unsere Entwürfe miteinbeziehen“, erklärt Rüdiger Ropinski. Seine Abteilung Räumliche Planung in der Stadtverwaltung arbeitet eng mit dem Planungsbüro Tischmann Schrooten in Rheda-Wiedenbrück zusammen.

Gemeinsam muss nun ein neuer Planentwurf erarbeitet werden, der dem Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss zur Abstimmung frühestens im kommenden Februar vorgelegt werden kann. Erst danach kann die für nächste Woche geplante Offenlegung der Flächennutzungsplanänderung und die damit verbundene Bürgerbeteiligung nachgeholt werden. Zu dieser Zeit wird die Stadt Rietberg einen Infoabend nachholen.