Neue Ausstellung: Sakrale Kunst in Rietberg

Das Jubiläum »400 Jahre Gründung des Franziskanerklosters Rietberg 1618-2018» nimmt das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch zum Anlass für eine eindrucksvolle Sonderausstellung. Unter dem Titel »Sakrale Kunst in Rietberg. Zeichen und Bildwerke christlicher Frömmigkeit aus mehreren Jahrhunderten« sind rund 30 Objekte versammelt, die allen Interessierten einen anschaulichen Überblick über die Vielfalt und den Reichtum künstlerischen Schaffens im Dienste christlicher Frömmigkeit in der ehemaligen Grafschaft Rietberg ermöglichen.

Die Ausstellung ist vom 20. November bis zum 13. Januar zu sehen und richtet ihr besonderes Augenmerk auf die Leistungen einer für die ostwestfälische Region und ihre Gläubigen geschaffenen Kunst, die den jeweiligen Zeitgeist und seine religiöse Anschauung widerspiegelt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die für die Kirchen des Rietberger Landes geschaffene Kunst immer vielfältiger und reicher.

Barocke Messgewänder, malerische Bildwerke, liturgische Gefäße und feingearbeitete Skulpturen wurden für die Ausstellung zusammengetragen. Darunter befinden sich einzigartige Kostbarkeiten, filigrane Werke der Goldschmiedekunst, wie etwa das sogenannte Rietberger Baumreliquiar, eine Reliquienmonstranz, die wohl 1743 in Wien geschaffen worden ist. Dieses sonst im Diözesanmuseum Paderborn ausgestellte Kleinod wurde von Gräfin Maria Ernestine Franziska von Kaunitz-Rietberg (1687-1758) für die Pfarrei St. Johannes Baptist Rietberg gestiftet.

Ebenso wird für diese Ausstellung kurzzeitig das sogenannte »Muttergotteshäuschen« (Bielefelder Meister, um 1660) nach Rietberg zurückkehren, das Gräfin Anna Catharina von Salm-Reifferscheidt († 1691) für eine Marienstatuette aus dem 16. Jahrhundert anfertigen ließ. Weiterhin werden Beispiele der »eigentlichen Schätze« der Kirche präsentiert. Gemeint sind Reliquien in ihren kostbaren Gefäßen. Diese verehrten Überreste von Heiligen stellten einst den »wahren Reichtum« einer Kirche dar.

Die Ausstellung wurde zusammen mit dem Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Rietberg, der katholischen Kirchengemeinde St. Anna in Verl und dem Heimatverein Rietberg vorbereitet. Sie ist zu sehen immer dienstags bis sonntags von 14.30 bis 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (05244) 986373 sowie www.museum.rietberg.de.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Montag, 19. November, um 19 Uhr im Kunsthaus Rietberg, Emsstraße 10, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Den Einführungsvortrag zur Ausstellung hält der Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums Paderborn, Prof. Dr. Christoph Stiegemann.

Bild: Johann III. Graf von Ostfriesland und Rietberg (1566-1625), Gründer des Franziska-nerklosters Rietberg (Foto: Polina Davydenko, Brünn)

Quelle: Stadt Rietberg