Matteo Loreto und Julian Büttner lassen Viktoria beim Sparkassen-Cup jubeln

Eigentlich ist der Sparkassen-Cup in Rietberg für die E1- und F1-Jugend von Viktoria Rietberg ein Turnier, bei dem es standesgemäß nichts zu holen gibt, wenn die „Großen“ ihres Jahrgangs in der Halle im Schulzentrum zugast sind. In diesem Jahr sicherte sich aber die F1 nicht nur zwei Torerfolge gegen den Bundesliga-Nachwuchs, sondern trotzte dabei sogar dem VFL Bochum einen Zähler ab. Ein toller Erfolg für die gesamte Mannschaft, die zusammen mit den begeisterten Zuschauern die eigenen Treffer wie den Turniergewinn feierten.

Zum bereits 19. Mal bat Turnierorganisator Helmut Hanhardt, seines Zeichens Jugendleiter des TuS Viktoria Rietberg, zum Bundesliga-Nachwuchs-Turnier um den begehrten Sparkassen-Cup in Rietberg. Ein Jahr vor dem großen Jubiläum war das Teilnehmerfeld erneut mit den Besten der Besten im U11- und U9-Bereich gespickt. Sowohl Borussia Dortmund, als auch der FC Schalke, Bayer Leverkusen oder Hertha BSC Berlin gaben mit ihren Mannschaften ihre Visiten-Karte am vergangenen Wochenende ab und machten dabei den Turniersieg unter sich aus.

Während der Knappen-Nachwuchs des S04 am Samstag den Titel beim 19. U11-Sparkassen-Cup verteidigen konnte und später in der Kabine von Klub-Chef Clemens Tönnies geadelt wurde, musste sich die U9-Jugend am Sonntag dem Erzrivalen Borussia Dortmund im letzten Spiel und auch im Gesamtklassement geschlagen geben. An beiden Tagen war das Derby zwischen schwarz-gelb und königsblau das entscheidende Duell um den Turniersieg.

Sieger der Herzen des Sparkassen-Cup in Rietberg wurde indes am Sonntag die heimische F1 (U9) von Viktoria Rietberg. Mit zwei geschossenen Toren, einem errungenen Punkt und kämpferisch guten Auftritten gegen die möglichen Stars von Übermorgen holten sie die gesamte Halle auf ihre Seite und durften sich so über große Anfeuerung und Jubelstürme freuen. Der U11 blieb ein Treffer und eigene Tore einen Tag zuvor leider verwehrt.

Gleich zu Turnierbeginn bekam es die von Uwe Pech, Kevin Regenberg und Valentin Waltenberg nicht nur trainierte, sondern auch top eingestellte F1-Jugend von Viktoria Rietberg mit dem Turnierfavoriten und Titelverteidiger FC Schalke 04 zu tun. Couragiert und engagiert hielt man lange dagegen, musste sich letztlich aber doch mit 0:5 geschlagen geben. Gegen den Nachwuchs von Borussia Dortmund sah es ergebnistechnisch ähnlich aus. Da man aber sogar selber die ein oder andere Chance hatte, spielten sich die kleinen Viktorianer nach und nach in die Herzen der Zuschauer.

Und so entbrannte ein großer Jubelsturm, als man in der dritten Begegnung gegen Fortuna Düsseldorf den ersten Turniertreffer erzielte. Aufgrund des großen und frenetischen Jubels auf den Rängen, vergaß Torschütze Julian Büttner vor lauter Staunen den Jubel über den überraschenden Treffer. „Jetzt haben wir eigentlich schon unser Ziel erreicht“, war Trainer Uwe Pech mit dem Treffer schon bestens zufrieden. Doch es sollte sogar noch besser kommen an diesem Tag in der Schulzentrum-Halle.

Nach im Verhältnis knappen Niederlagen gegen Gladbach, Berlin und den HSV, sollte das letzte Highlight für die junge Mannschaft auf dem Plan stehen. Im letzten Spiel im Modus Jeder-Gegen-Jeden wartete mit dem VFL Bochum ein Gegner, den man gerne nochmal ärgern wollte. Und das sollte auch klappen: Bereits nach 90 Sekunden erzielte Matteo Loreto (kl. Foto links) mit einem klasse Freistoß die Führung und sorgte somit für den Hexenkessel „Schulzentrum“. Die Tribüne war da, feuerte die Jungs an und fieberte mit. Und obwohl der VFL zwei Minuten vor dem Ende den Ausgleich erzielen konnte, war die Stimmung nach dem errungenen Punkt am Siedepunkt.

„Das war großer Kampf. Klasse“, strahlte Fußball-Obmann Ralf Peterhanwahr über beide Ohren. Und auch die Trainer waren völlig aus dem Häuschen – allen voran Kevin Regenberg, der vor dem Turnier eben genau von diesem Ergebnis (zwei Tore und ein Punkt) träumte. Und so war es nicht verwunderlich, dass die Viktoria-Kicker dieses Ergebnis wie den Turniersieg feierten.

Für die Organisatoren um Helmut Hanhardt gab es im Anschluss ebenfalls eine Menge zu feiern: Nach zwei anstrengenden aber tollen Wochen mit fast 20 Turnieren, die allesamt positiv und gut besucht über die Bühne gingen, fiel Hanhardt eine große Last von den Schultern. „Wir können voll zufrieden sein. Das war wieder einmal eine klasse Turnierserie“, bedankte er sich artig bei all den fleißigen, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, um sich dann darüber zu freuen, dass Sparkassen-Direktor Frank Ehlebracht auch für den Sparkassen-Cup in Rietberg für das kommende Jahr die großzügige Unterstützung zusicherte. Da konnte Helmut Hanhardt locker drüber hinweg sehen, dass ihn der neue Bürgermeister Andreas Sunder nicht nur als Vater, sondern auch als „Großvater des Turniers“ bezeichnete. Alles mit einem großen Augenzwinkern, versteht sich!