Konstantin Wecker in Rietberg – „Jeder Augenblick ist ewig“

Mehrfach schon konnte Liedermacher Konstantin Wecker in den vergangenen Jahren das Publikum in Rietberg begeistern. Zusammen mit Hannes Wader rockte der Mit-60er unter anderem schon die Bühne der Volksbank-Arena in Rietberg. Mit seinem Solo-Programm „Jeder Augenblick ist ewig“ wird Konstantin Wecker am Dienstag, den 04. Februar 2014 in Rietberg in der Cultura zu Gast sein und dabei garantiert erneut für volle Zuschauerränge, super Stimmung und einzigartige Unterhaltung sorgen. Der Bühnen-Profi schwärmt dabei immer wieder auch von der tollen Atmosphäre in Rietberg, die er schon reichlich aufsaugen konnte.

Konstantin Wecker, Ur-Münchner Gewächs, redet immer noch dagegen, wird nicht müde, sich zu empören und hat den Glauben nicht verloren, dass sich etwas verändern kann. Hoch politisch und tief romantisch, knallhart und lyrisch verspielt, zeigt Konstantin Wecker viele Gesichter. Ein bissiger Kritiker, Kabarettist, der dank der Liebe zum Leben und den Menschen nicht zum Zyniker geworden ist. Mit-60er und immer noch ein Revolutionär der Hoffnung in sich trägt und in die Schublade – kritischer Liedermacher – in fortgeschrittenem Alter nicht mehr passt. Nein, der gereifte Konstantin Wecker will jetzt das pure Leben, unausweichlich mit der nötigen Selbstironie.

Jeder Augenblick ist ewig. Und jede im Kunstgenuss geteilte Zeit mit Konstantin Wecker ebenso. Ob der Liedermacher aus seinen Poesiewerken liest, aus seinen autobiografischen Büchern zitiert oder aus seinem Liedwerk schöpft – immer bleibt die Zeit stehen und die unendliche Wahrhaftigkeit authentischer Kunst aus Geschriebenem, Gelesenem und Gesungenem ergießt sich. War das zuletzt hoch gefeierte Programm WUT und ZÄRTLICHKEIT durch die Begleitung herausragender Musiker ein beinahe orchestrales Ereignis, erleben wir nun Konstantin Wecker pur. Solo. Allein mit sich und Gott und der Welt. Texte, Lieder, Dialoge mit dem Künstler, einen Abend lang.

Was genau erwartet den Hörer? Das weiß noch nicht einmal der Künstler selbst, denn jetzt ist der Augenblick gekommen, wo er sich und dem Publikum diese Auswahl spontan zugesteht… Eine Lebensbeichte in drei Dutzend Liedern, Gedichten und Anekdoten, die eine Geschichte des Scheiterns und Hinfallens erzählten, aber auch vom Wiederaufstehen und Weitermachen berichteten.

Weiter Information zu Konstantin Wecker gibt es auf seiner Homepage unter www.wecker.de

Karteninformation – Konstantin Wecker in Rietberg – „Jeder Augenblick ist ewig“ | 04. Februar, 20 Uhr in der Cultura Rietberg

VVK:     39,60 € – 19,80 € inkl. VVK-Gebühr (6. Kategorien)

AK:  42,00 € – 22,00 € (6. Kategorien)                   

Infos & Karten: Bürgerbüro unter 05244/986-100, kulturig@stadt-rietberg.de

und im Internet: www.kulturig.com und www.rietberg.de

Menschlich zutiefst berührend – Pressespiegel aus Gersthofen


Kurz vor dem Jahreswechsel begeisterte Konstantin Wecker mit seinem Solo-Programm in Gersthofen. Die ortsansässige Presse honorierte seinen tollen Auftritt mit aussagekräftiger, positiver Kritik im Zeitungsbericht. Der Bericht ist von der Journalistin Renate Baumiller-Guggenberger, erschienen in der Augsburger Allgemeinen Zeitung am 12. Dezember 2013:

Als „musikalischen Triebtäter und Anteilnehmer“ bezeichnete ihn Dieter Hildebrandt, den Konstantin Wecker als einen seiner besten Freunde schmerzlich vermisst. Wecker, der mit seinem dreistündigen menschlich zutiefst berührenden Soloabend „Jeder Augenblick ist ewig“ in Gersthofen gastierte, ist ein ausgesprochenes Glückskind. Seine Eltern legten ihm mütterlicherseits eine lyrische Ader und väterlicherseits die enorme Musikalität gepaart mit einer starken Stimme in die Wiege. Sie lassen ihm in der Erziehung die hinreichend langen Zügel, um seine frühe Passion für Freiheit und Abenteuer in der Fremde – später auch im „Knast“ – auszuleben.

Heute stellt sich der charismatische Rebell und bekennende Friedensaktivist Wecker im Kampf gegen unser „Absurdistan“ bewusst auf die Seite der Gutmenschen, die gern verunglimpft werden, da Einmischung und Protest heute nicht mehr sexy genug sind. Immer geht es, wie es in seinem berühmten Lied heißt, „ums Tun und nicht ums Siegen!“ Dabei orientiert sich der unfassbare 66-jährige Wecker an Oscar Wildes wunderbarer Weltsicht: „Eine Weltkarte, die das Land Utopia nicht verzeichnet, ist keinen Blick wert.“

So agierte er – pur, stark und solo – auch an diesem Abend exzellent auf dem künstlerisch so spannend beschrittenen Grat zwischen „Wut und Zärtlichkeit“. Stimmgewaltig, wortreich, geistreich, tiefgründig und direkt „sado-poetisch“ und mit manch ungewolltem Versprecher – Wecker wollte „ich als Pazifist“ lesen und sagte als „Polizist“ („Herrlich, mein bester Versprecher“, so Wecker laut lachend) – machte er schnell deutlich, warum er derart verehrt wird. Bestechend seine eruptive Kraft, sein musikalisches Feuer, das so warm und andere wärmend in seinem Innersten lodert, sobald er am Klavier sitzt.

Mit der rhythmischen Expressivität seiner Protesttöne ließ er scharfzüngig die Dissonanzen unserer Gegenwart aufleben. Szenerien, die sein Leben prägten, stellte er in den Rahmen seiner „Biografie des Scheiterns“, die er in Auszügen vorstellte. Weckers sehr gefühlvolle, nie sentimentale Facette offenbarte er in seinen betörenden Liebesballaden. Erst nach über fünf Zugaben verabschiedete sich Wecker, der an diesem großen Abend die eigene Vergangenheit in die Gegenwart zurückholte und damit Auskunft gab über eine beeindruckend lebendige Persönlichkeit!