Kein Krankenhaustransport wegen Alkoholmissbrauch in Rietberg

Mehrere zehntausend Menschen haben am Karnevalswochenende in Rietberg gefeiert. Etwa 15.000 sahen den Rietberger Altweiberumzug am Donnerstag, doppelt so viele den Rosenmontagsumzug, so die Schätzungen der Polizei. Rettungskräfte und Polizei meldeten keine besonderen Vorkommnisse, hatten aber dennoch alle Hände voll zu tun. Auch am Samstag und Sonntag ist auf den Straßen, in den Kneipen und Festzelten in Rietberg ausgelassen gefeiert worden. Und stets waren DRK und Polizei zur Stelle, um bei Verletzungen zu helfen oder zu verhindern, dass Rangeleien ausarteten. Bis nachts um 3 Uhr dauerten die Einsätze.

Mit 69 Helfern am Donnerstag sowie 76 am Montag war das DRK mittendrin im karnevalistischen Treiben. In den Stoßzeiten am Abend erwies sich diese Zahl an Helfern als tatsächlich notwendig. Besonders stark vertreten war der DRK-Ortsverein Rietberg, aber auch weitere Helfer aus dem Kreis Gütersloh und den Nachbarkreisen griffen mit ins Rad. Rund 2400 geleistete Einsatzstunden kamen so zusammen. Hinzu kamen an den beiden Haupttagen 13 Helfer des Fernmeldedienstes des Kreises Gütersloh sowie jeweils rund 70 Kräfte der Polizei.

Auch Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder, Ordnungsamtsleiterin Martina Venne und DRK-Vorsitzender Dieter Nowak hatten die gut organisierte Einsatzzentrale im Schulzentrum besucht, um den Helfern persönlich Danke zu sagen. „Nur mit Ihrer Hilfe können wir eine solche Großveranstaltung sicher über die Bühne bringen“, dankte Sunder.

20 Krankenhaustransporte während der Rietberger Karnevalstage

224 Personen hatten die Rotkreuzler behandeln müssen (107 am Donnerstag, 115 am Montag). Das sind 50 Fälle mehr als im Vorjahr. Dabei handelte es sich überwiegend um chirurgische Notfälle wie leichte Blessuren oder vereinzelte Schnittwunden. Das Glasverbot in der Stadt verhindert seit einigen Jahren Schlimmeres.

Einige Jecken hatten »zu tief ins Glas geschaut«: 25 mussten behandelt werden, darunter acht Jugendliche unter 18. „Doch niemand musste allein aufgrund von Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus transportiert werden“, so Einsatzleiter Kai Zimmermeier. Trotzdem fielen 20 Krankentransporte an.

Auf dem Foto bedankten sich Bürgermeister Andreas Sunder, Ordnungsamtsleiterin Martina Venne und DRK-Vorsitzender Dieter Nowak bei der großen Gruppe der ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuz (DRK). (Foto: Stadt Rietberg)