Innenstädtischer Park in Rietberg-Neuenkirchen entsteht in Kürze

Schon in Kürze wird sich das Ortsbild Neuenkirchens entscheidend verändern. Nachdem die Stadt Rietberg jetzt die Grünflächen hinter dem ortsbildprägenden Stadler-Gebäude gekauft hat, kann die erste große Gestaltungsmaßnahme aus dem Integrierten Handlungskonzept für Rietberg-Neuenkirchen umgesetzt werden. Ein großer innerstädtischer Park mit neuen Fuß- und Radwegen wird dort entstehen.

So soll in Nord-Süd-Richtung, im Wesentlichen entlang vorhandener öffentlicher Wege, eine attraktive Verbindung für Fußgänger und Radler geschaffen werden. Dieser Weg soll die Alte Volksschule mit der neuen Turnhalle und der Langen Straße verbinden, also hinter dem Einzelhandel Bollweg entlang führen. Entlang des Weges sind kleinere Plätze und Sitzgelegenheiten vorgesehen.

Weiterhin soll dem Dorfgraben eine besondere Bedeutung zukommen. Der verläuft in Ost-West-Richtung und gibt somit die Richtung für den Verlauf der gesamten öffentlichen Grün- und Wegeverbindung vor. Dieser Weg soll die angrenzende, offene Landschaft an den Ortskern anbinden.

Der Dorfgraben, der jetzt teils im tief eingeschnittenen Trog und teils verrohrt fließt, soll offengelegt, besser erlebbar und in einen naturnah gestalteten Uferbereich eingebettet werden. Als »blaues Band« soll der alte Dorfgraben eine Leitfunktion übernehmen und dazu beitragen, die Lebensqualität in Neuenkirchen deutlich zu verbessern. Diese neue Wegeverbindung soll im westlichen Abschnitt bis zur Gütersloher Straße führen.

Stadlers Garten wird zum neuen innenstädischen Park in Rietberg-Neuenkirchen

Dieser innerstädtische Park zwischen Diekamp und Lange Straße ist nun realisierbar, weil sich die Stadt unlängst die notwendigen privaten Grundstücke sichern konnte. Dabei handelt es sich um rund 2700 Quadratmeter Grünflächen – bisher als Stadlers Garten bekannt und halb versteckt hinter der ehemaligen gleichnamigen Brennerei. Die Gebäude selbst – von 1781 bis Ende der 1990er Jahre als Brennerei betrieben – stehen weiter im Besitz der Familie Stadler.

Noch bis Ende Februar sollen die notwendigen Baumfällarbeiten durchgeführt werden. Im Sommer soll dann weiter gearbeitet werden. Der Neuenkirchener Landschaftsarchitekt Matthias Wolf ist derzeit mit der Detailplanung beschäftigt. „Damit ist auch gesichert, dass sich jemand kümmert, der den Ort und die Wünsche der Menschen hier kennt und zu berücksichtigen versteht“, ist Andreas Sunder erfreut.

Im städtischen Haushalt sind 1,26 Millionen Euro bereitgestellt; Anfang Dezember war bereits der Förderbescheid des Landes NRW über 917.000 Euro aus Städtebaufördermitteln für die Aufwertung des Quartiers Diekamp eingetroffen.

Auf dem Bild zeigt der Garten- und Landschaftsarchitektur Wolf die Vorentwurfsplanung mit ersten Gedanken, wie das Quartier zwischen Diekamp und Lange Straße in Neuenkirchen innerhalb der rot gestrichelten Umrandung künftig gestaltet werden könnte. Dem Dorfgraben kommt als gestalterisches Element eine besondere Stellung zu. (Grafik: galawolf.de)