Glasfaserbilanz: Ziele nur zu Teilen erreicht

Mastholte hat es geschafft, Rietberg und Neuenkirchen nicht. Trotz großer Anstrengungen in den vergangenen Wochen ist die vorgegebene Messlatte für die beiden letztgenannten Stadtteile nicht erreicht worden. So lautet die nüchterne Bilanz nach der Auswertung der in der vergangenen Woche beendeten Vorvermarktung für das Glasfasernetz durch die BBV Ostwestfalen und den Vermarktungspartner HeLi NET. Allerdings ist der Zug für Rietberg und Neuenkirchen noch nicht endgültig abgefahren. Die BBV und die Stadt wollen in den kommenden Wochen gemeinsam genau prüfen, ob und in welchem Umfang sich Rietberg und Neuenkirchen doch noch mit der Glasfaser erschließen lassen.

„Ich bin sehr davon beeindruckt, wie viele Ehrenamtliche und wie viele politische Vertreter sich auch in den letzten Wochen noch einmal mächtig für ein Glasfaserkabelnetz ins Zeug gelegt haben. Dass es trotz aller Anstrengungen nicht gereicht hat, ist sehr schade. Aber dieses Ergebnis nehmen wir zur Kenntnis und werden in nächster Zeit ausloten, wie es in Sachen Hochgeschwindigkeitsinternet weitergehen könnte“, sagt Bürgermeister Andreas Sunder.

Insgesamt stellt sich die Situation zum Ende der Nachfragebündelung in den drei geplanten Ausbaugebieten sehr unterschiedlich dar. Während Mastholte einschließlich Mastholte-Süd mit 44% über dem Ziel von 40% lag, erreichten Rietberg mit 33% und Neuenkirchen mit 27% die Vorgaben nicht.

„Das hohe Engagement der örtlichen Politik, Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger haben dazu geführt, dass Mastholte einschließlich Mastholte-Süd die Zielvorgabe deutlich überschritten hat und dort die Planung für den Ausbau beginnen kann. Wir werden nun mit der Stadt Rietberg gemeinsam die Situation vor Ort in Rietberg und Neuenkirchen analysieren. Dies wird angesichts der Ferienzeit einige Wochen dauern. Dabei befindet sich Rietberg in einer deutlich besseren Situation und sind wir optimistisch mit der Stadt eine gemeinsame Lösung zu finden“, betonte Wolfgang Ruh, Leiter Vertrieb der BBV Deutschland.

„Wir arbeiten eng mit den Verantwortlichen zusammen, um eine alternative Lösung zu finden, denn es ist ja durchaus viel Potential vorhanden“, blickt Projektleiter Dietmar Rotering weiterhin optimistisch in die Rietberger Zukunft.

Hinweis:

Die BBV und die Stadt Rietberg werden nach Prüfung der verschiedenen Alternativen für Rietberg und Neuenkirchen zeitnah verkünden, wozu sie sich entschlossen haben.