Freiwillige Feuerwehr Rietberg hilft überflutetem Münster

Früh morgens kam die Alarmierung, fast 24 Stunden dauerte der Einsatz. – Mit acht Feuerwehrkameraden war auch der Löschzug Rietberg zur überörtlichen Hilfeleistung nach Münster gerufen worden. Stundenlang pumpten die Rietberger dort einen überfluteten Keller nach dem anderen leer.

Nach dem starken Regen am Dienstagabend der vergangenen Woche war die Feuerwehr in Münster auf auswärtige Hilfe angewiesen. Binnen zwei Tagen hatte die Feuerwehr 1800 Einsätze zu bewältigen. Und dabei halfen auch Einheiten aus dem Kreis Gütersloh, insbesondere ein mit acht Personen besetztes Löschfahrzeug aus Rietberg.

Um 4.30 Uhr am frühen Dienstagmorgen war Stadtbrandmeister Matthias Setter alarmiert worden und gleich im Anschluss liefen die Telefondrähte heiß. Gemeinsam mit Rietbergs stellvertretendem Löschzugführer Manuel Paehler rief Setter nach und nach die aktiven Kameraden an, um kurzfristig eine Fahrzeugbesatzung zusammen zu bekommen. Schon um 6.30 Uhr traf man sich am Gerätehaus, um das Fahrzeug vorzubereiten. Um 8 Uhr war in Rheda gemeinsame Abfahrt mit ca. 50 weiteren Einsatzkräften aus dem Kreis Gütersloh.

„Aus jedem zweiten Haus ein Schlauch“

„Gegen halb zehn kamen wir in Münster an und wurden zunächst mit Lunchpaketen verpflegt. Um halb zwölf kamen wir zu unserem ersten Einsatzort“, erzählt Manuel Paehler. „Von da an ging es fast durchgängig von einem Einsatz zum nächsten. Bis drei Uhr früh.“ An etwa zehn Stellen haben die Rietberger Feuerwehrleute überflutete Keller leer gepumpt. Auch eine 300 Quadratmeter große Tiefgarage war bis zur Oberkante vollgelaufen.

Die Feuerwehrkameraden Markus Wenkemann, Christian Schmeisser, Manuel Paehler, Felix Steffens, Dennis Zieroth  und Sebastian Huth (von links) freuten sich über frisches Gebäck der Anlieger, nachdem sie stundenlang einen Keller nach dem anderen leer gepumpt hatten.

Die Feuerwehrkameraden Markus Wenkemann, Christian Schmeisser, Manuel Paehler, Felix Steffens, Dennis Zieroth und Sebastian Huth (von links) freuten sich über frisches Gebäck der Anlieger, nachdem sie stundenlang einen Keller nach dem anderen leer gepumpt hatten.

Zunächst im Außenbereich von Münster, später auch in der Innenstadt. „Da kam fast aus jedem zweiten Haus ein Schlauch“, berichten die Helfer vor Ort. Fast überall sind wegen des extremen Niederschlages hohe Schäden entstanden. Um 4.30 Uhr am Mittwochmorgen waren die Helfer erschöpft zurück in Rietberg.

In Münster waren die Helfer aus Rietberg freudig empfangen worden. Manche Anlieger kochten Kaffee, andere brachten frisches Gebäck. „Das motiviert uns, wenn unsere Hilfsbereitschaft auch gewürdigt wird“, sagt Paehler. In Mühlheim war das ähnlich. Kurz nach Pfingsten war ebenfalls eine Einheit der Freiwilligen Feuerwehr Rietberg ausgerückt, zusammengestellt aus den drei Löschzügen Mastholte, Neuenkirchen und Rietberg, um die schweren Sturmschäden zu beseitigen. Dieser Einsatz dauerte sogar drei Tage.