Eltern zeigen Eigeninitiative

Für Schulkinder und Radfahrer war die Situation nicht immer eindeutig: Von der Theresienstraße in Richtung Bundesstraße fahrend endete der Radweg bislang kurz vor der Einmündung Wulfhorstweg. Die fehlenden Meter haben Anlieger jetzt in Eigenregie zum Radweg ausgebaut.

„Dieser Einmündungsbereich war nicht ganz ungefährlich für Kinder. Handzeichen geben, Gegenverkehr beachten, Straße queren – das birgt Gefahren“, berichtet Oliver Zimmermann, der zwei Straßen weiter am Merschhemkeweg wohnt. In Absprache mit der Stadtverwaltung haben die Anlieger das fehlende Stück Radweg nun selbst gebaut. Auf knapp zehn Meter Länge haben Ralf Bartels, Franz-Josef Brinkhaus, Holger Lütkewille und Oliver Zimmermann den Boden ausgekoffert und eine Schotterschicht eingebaut und verdichtet. Einen Tag lang waren die vier damit beschäftigt. Mitarbeiter des Bauhofes brauchten dann nur noch die wassergebundene Decke aus Dolomitsand aufzutragen und letztlich die Markierung auf der Straße anzubringen.

Autofahrer müssen nun ein wenig mehr Obacht geben und Radfahrer können sicherer fahren, freut sich Martina Venne, Leiterin der Abteilung, Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehr, über das Engagement der Rietberger Eltern. Denen sagt auch Bürgermeister Andreas Sunder ein herzliches Dankeschön: „Wenn Bürger selbst mitanpacken, dann können wir in unserer Stadt viele Dinge mehr erreichen. Dies ist ein schönes Beispiel dafür.“