Durststrecke ist überstanden

Das Jahr 2017 war eines der erfolgreichsten in der inzwischen 15-jährigen Geschichte der Bürgerstiftung Rietberg. Diese Bilanz zog Kuratoriumsvorsitzender Norbert Laumeier jetzt bei der turnusgemäßen Stifterratssitzung. „Hatten wir zwei Jahre zuvor noch echte Probleme, unsere Aufgaben als Bürgerstiftung zu erfüllen, freuen wir uns nun über Gesamteinnahmen in Rekordhöhe“, so Laumeier.

Die detaillierten Zahlen für das Jahr 2017 präsentierte Heiner Rasche den rund 40 anwesenden Stiftern. Der Geschäftsführer verwies auf Einnahmen in Höhe von 126.270 Euro. Die basieren vor allem auf drei Säulen: Wertpapiererträge (rund 24.000 Euro), Spenden und Fördergelder (rund 73.000 Euro), darunter eine hohe Erbschaft sowie Erträge aus eigenen Aktionen. Mit der vierten »Schnatter-Regatta« und dem ersten Adventskalender seien mehr als 29.000 Euro eingenommen worden. „Die wegbrechenden Zinsen konnten wir dank unserer Eigenleistung und der tatkräftigen Mithilfe vieler Mitglieder gut kompensieren“, kommentierte Laumeier die positive Entwicklung und bedankte sich ausdrücklich bei allen Förderern. „Sie alle haben zum Erfolg unserer Bürgerstiftung beigetragen.“

Das sei auch nötig, so Laumeier. Denn trotz der inzwischen stabilen finanziellen Situation der Stadt Rietberg sei die Bürgerstiftung nach wie vor gefordert, Lücken zu schließen. „Es gibt noch viele Gruppen und Institutionen, die unserer Hilfe bedürfen“, so Laumeier. So hatte das Kuratorium im Jahr 2017 insgesamt 25.364 Euro bereitgestellt, um gemäß der eigenen Förderrichtlinie 23 Projekte und Maßnahmen zu fördern. Dazu gehören kleine Anschaffungen von Musik- und Tanzgruppen ebenso wie besondere Kinder- und Jugendprojekte. Die größte Einzelförderung erhielt die Gartenschaupark Rietberg GmbH mit 3000 Euro für die neue Dschungelbrücke.

Größter Erfolg im Jahr 2017 war sicherlich die Erstauflage eines Adventskalenders. Sämtliche 5000 Exemplare sind verkauft worden und 235 Preise im Gesamtwert von über 14.000 Euro vergeben worden. Dank der Unterstützung vieler Firmen und Förderer konnte ein Überschuss von 24.000 Euro für die Zwecke der Bürgerstiftung erzielt werden.

Verabschieden musste Norbert Laumeier die langjährige Mitarbeiterin Heike Pauleikhoff. Auf eigenen Wunsch schied sie nach neun Jahren als Assistentin der Geschäftsführung aus. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Laumeier für ihre gute Arbeit, die oft über die einer regulären Mitarbeiterin hinausgegangen sei. Einen weiteren Blumenstrauß hatte Laumeier für Theres und Johannes Sudbrock parat. Die Unternehmer aus Bokel waren im Ausstellungszentrum ihres Möbelwerks Gastgeber der Stifterratssitzung.

Bürgerstiftung Rietberg

Die Bürgerstiftung Rietberg wurde im Jahr 2003 auf Initiative des damaligen Bürgermeisters André Kuper von 125 engagierten Bürgern und Unternehmern als finanziell und politisch unabhängige Stiftung gegründet. Sie fördert mit ganz unterschiedlichen Projekten das öffentliche Leben und das Allgemeinwohl in Rietberg. Inzwischen zählt sie 168 Förderer. Im Jahr 2017 gab es fünf Dauerförderer mit einer Gesamtsumme von 1200 Euro. Mit einem Stiftungskapital von 1,932 Millionen Euro gehört die Bürgerstiftung nach wie vor zu den größten Bürgerstiftungen Deutschlands.

Bild: Norbert Laumeier bedankte sich für die langjährige Mitarbeit von Heike Pauleikhoff. Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg