Der „VKM – Für Menschen mit Förderbedarf“ wächst weiter

Die letzten Wochen und Monate sind gezeichnet von einer Welt, die den Atem anhält. Fast täglich stellt uns die Coronavirus-Pandemie vor neue Herausforderungen, erfordert schnelle Gesetzgebungsverfahren und bringt für jede und jeden Gewohntes und Alltägliches immer wieder durcheinander. Besonders für Menschen, die in ihrer Alltagsbewältigung auf Unterstützung und Begleitung angewiesen sind, stellt die Pandemie eine zusätzliche Hürde dar, die es zu bewältigen gilt. Der „VKM – Für Menschen mit Förderbedarf“ setzt sich seit 50 Jahren als gemeinnütziger Verein für die Bedürfnisse und Anliegen von Menschen mit Förderbedarf ein. Das Angebot erstreckt sich hierbei von der Frühförderung sowie Kindertagesstätten über die Schulbegleitung bis hin zu Maßnahmen des familienunterstützenden Dienstes und verschiedensten Freizeitangeboten. Ergänzt werden die Bereiche durch die VKM gGmbH, die Angebote des ambulant betreuten Wohnens bereithält. Die Kernkompetenz der Einrichtungen ist es, Menschen mit Förderbedarf bei ihren täglichen Herausforderungen zu unterstützen, zu begleiten und zu fördern. Mit mehr als 120 Mitarbeiter*innen bietet der VKM vielfältige Leistungen und kompetente Unterstützung für Menschen mit Förderbedarf und deren Angehörige an.

Für den VKM steht die individuelle und bedarfsgerechte Förderung seiner Klient*innen an erster Stelle. Daher strebt der Verein besonders in Zeiten wie diesen nach Qualität und Weiterentwicklung. Nach über 20 Jahren verabschiedet sich Heike Mennen, Leiterin der Frühförderung, in ihren wohlverdienten Ruhestand. Sie übergibt den Bereich in bereits bekannte und vertraute Hände. Birgit Jungclaus, die als Diplom-Pädagogin seit 2016 erfolgreich den Bereich der Schulbegleitung führte und diesen um einen beachtlichen Betreuungskreis erweitern konnte, macht sich nun stark für die kleinsten und jüngsten Schützlinge des VKM. Jungclaus freut sich neue Aufgaben anzugehen und betont: „Besonders reizt mich die neue Herausforderung. Ich sehe hierin eine gute Möglichkeit, meine bisherigen Erfahrungen effektiv einzubringen und weiter auszubauen“.

Die Leitung der Schulbegleitung wird nun von Riana-Lea Stübich, B.A. Erziehungswissenschaft, übernommen. Auch ihr liegt eine auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes oder Jugendlichen ausgerichtete Begleitung besonders am Herzen – mit dem Ziel, dessen Selbstständigkeit und soziale Teilhabe im schulischen Umfeld bestmöglich zu fördern. „Wichtig ist mir dabei eine konstruktive Zusammenarbeit und ein enger Austausch mit allen Beteiligten, um eine gelingende Schulbegleitung anbieten zu können.“ Durch die Schulbegleitung kann für viele Schüler*innen mit geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderungen ein diskriminierungsfreier Zugang zu einem hochwertigen inklusiven Bildungssystem stattfinden und eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildungsangeboten erzielt werden. Viele Schüler*innen können mit der Unterstützung einer geeigneten Schulbegleitung ihren Wunschabschluss erreichen.

Trotz guter Qualifikationen bleibt der allgemeine Arbeitsmarkt vielen Menschen mit Behinderung dennoch häufig verschlossen. Der VKM arbeitet daher an der praktischen Umsetzung, Menschen mit individuellem Förderbedarf auch über die Schule hinaus auf ihrem Weg in das Arbeitsleben zu begleiten. Die Projektleitung der Ausbildungs- und Hochschulbegleitung übernimmt Marleen Althoff, M.A. Erziehungswissenschaft, die zielorientiert daran arbeitet, „Klient*innen bedarfsgerecht und mit hoher Selbstbestimmung zu betreuen, Personal für den Bereich der Ausbildungs- und Hochschulbegleitung zu schulen sowie für Unternehmen und Hochschulen in beratender Funktion als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen“, so Althoff.