Blaue Hausnummer als Zeichen der Energieeffizienz

30 Hauseigentümer in Rietberg dürfen jetzt eine »Blaue Hausnummer« an ihre Immobilie schrauben: Sie gilt als Zeichen für eine energetische Sanierung oder einen energieeffizienten Neubau. Sechs Kommunen im Kreis Gütersloh hatten zu dem Wettbewerb um die »Blaue Hausnummer« aufgerufen, sich mit der eigenen Immobilie zu bewerben. Mit 30 Auszeichnungen ist die Resonanz in Rietberg am größten.

21 Bürger hatten ihre Neubauten angemeldet. Sie mussten mindestens den KfW-Effizienzhausstandard 55 erfüllen – oder übertreffen. Fünf Eigentümer haben sich mit Sanierungsmaßnahmen beworben und dabei mindestens drei im Bewerbungsbogen genannte Einzelmaßnahmen erfüllt, mindestens auch die Gebäudehülle betreffend. Weitere vier Immobilien sind sogar umfassend zu einem Effizienzhaus saniert worden.

Zu all den Anträgen zählte auch ein prägnantes Denkmal in Neuenkirchen, das nach der Sanierung in seinen repräsentativen Zustand zurückversetzt wurde – inklusive Energieeffizienz. Es waren auch Gebäude mit Erdwärmepumpen, Dachbegrünungen, Solaranlage auf allen Dachflächen und in alle Himmelsrichtungen, Specksteinöfen, Gebäude aus Holständerbauweise und Gebäude mit digitaler Steuerung als »Smart Home« unter den Bewerbungen.

Sie alle sind gute Beispiele, wie Wohnhäuser mit weniger Energie auskommen. Der Trend geht weg von den fossilen Brennstoffen und hin zu erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind und Wasser. Im Gebäudebereich geht das besonders gut. Die Energiekosten und damit die laufenden Kosten eines Gebäudes sinken und der Wert der Immobilie erhöht sich.

Für diese zukunftsorientierten Sanierungs- und Bauweisen ist die »Blaue Hausnummer« ein gut sichtbares Zeichen. Denn neben einer vom Bürgermeister unterschriebenen Urkunde erhalten alle erfolgreichen Teilnehmer ihre Hausnummer wahlweise als Glasschild oder als Solarleuchte. „Das Engagement eines Jeden ist nötig, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Mit Ihrem Haus haben Sie also einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz geleistet“, so Bürgermeister Andreas Sunder in seinem Anschreiben. Unter den erfolgreichen Teilnehmern wurden zudem Geldpreise verlost. Die gemeinsame Abschlussfeier der Aktion konnte coronabedingt leider nicht stattfinden.

Quelle: Stadt Rietberg