Besucherzahlen im Kunsthaus Rietberg steigen weiterhin an

Das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch zählte im vergangenen Jahr 29 Prozent mehr Besucher als noch im Jahr zuvor. Diese positive Entwicklung nahm das Kuratorium der Sparkassen-Stiftung Rietberg jetzt mit großer Zufriedenheit zur Kenntnis. Vor allem Fremdausstellungen mit Werken von Peter August Böckstiegel oder Arnold Busch lockten neue Besucher und steigerten den Bekanntheitsgrad des Kunsthauses weit über die Grenzen Rietbergs hinaus.

Museumsleiter Thorsten Austermann hatte dem Kuratorium unter Vorsitz von Bürgermeister Andreas Sunder die Entwicklung des abgelaufenen Jahres aufgezeigt und einen Ausblick auf das neue Jahr 2015 gegeben.Mit 4159 Besuchern hatte das Museum 2014 die bisher höchste Besucherzahl seit der Landesgartenschau verzeichnet. 2013 war die Zahl mit 2937 deutlich geringer.

Von den sechs Ausstellungen waren drei mit hochwertigen Gemälden und Zeichnungen des Namensgebers Dr. Wilfried Koch bestückt: »Bilder aus der Davidgeschichte«, »Liebespaare« sowie »Blumen, Frauen und Unfertiges« waren die gut besuchten Ausstellungen überschrieben. Erstmals überhaupt sind Arbeiten fremder Künstler gezeigt worden, die das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch für weitere Besuchergruppen attraktiv machten und zu der positiven Besucherentwicklung beigetragen haben.

Vor allem die Ausstellung »Im Krieg. Werke 1915-1919« mit Werken von Peter August Böckstiegel lockte viele Besucher aus dem Norden des Kreises Gütersloh (Böckstiegel war in Werther beheimatet) und aus Bielefeld nach Rietberg: Viele Besucher, die das Kunsthaus bislang nicht kannten.

Rietberger Sparkassenstiftung erwirbt ganze Ausstellungs-Reihe

Auch die hochkarätige Ausstellung »Auf den Schultern der Alten« mit Grafiken des gebürtigen Neuenkirchener Künstlers Arnold Busch verbuchte das Museum als einen großen Erfolg. Von einem aus seiner Feder stammenden, 55 Blätter umfassenden, Kunstzyklus war auch der Vorstandsvorsitzende der Sparkassenstiftung, Heinz Hüning, begeistert. So sehr, dass die Stiftung die komplette Reihe erwarb.

Busch hatte den gesamten Roman »Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge«, den Rainer Maria Rilke 1910 in Tagebuchform veröffentlicht hatte, vollständig kalligraphisch wiedergegeben und ihm mithilfe von zahlreichen figürlichen Darstellungen ein ganz eigentümliches künstlerisches Gesicht verliehen. Arnold Busch hat an diesem umfangreichen Werk fast ein Jahr gearbeitet.

Für einen zusätzlichen Schub sorgte anlässlich der 725-Jahr-Feier der Stadt Rietberg die Ausstellung »Rietberger Ansichten«, für die viele Bürger ihre eigenen Werke leihweise zur Verfügung stellten. Weil hier tatsächlich die Stadt Rietberg in den Blickpunkt genommen wurde, genoss die Sonderausstellung ein besonders großes Interesse.

Stiftung will Rietberger Kunsthause weiterhin unterstützen

Ab dem 11. Februar präsentiert das Kunsthaus Rietberg eine neue Auswahl an Bildern Dr. Wilfried Kochs. Ferner sind erneut zwei Fremdausstellungen geplant: Die Stadt Höxter stellt Bilder aus dem künstlerischen Nachlass ihres »Sohnes«, des Malers und Grafikers Jacob Pins zur Verfügung. Und aus der Sammlung des Bielefelders Hermann-Josef Bunte stammen die sehr beeindruckenden Werke des im Ersten Weltkrieg gefallenen Hermann Stenner.

Die Sparkassenstiftung will nicht nachlassen, so der einhellige Tenor im Kuratorium, das Kunsthaus Rietberg – Museum Wilfried Koch zu unterstützen und mit dieser breiten Palette an Ausstellungen das soziale und kulturelle Engagement der Sparkasse in und um Rietberg abzurunden.

Das Foto zeigt den Vorstandsvorsitzende der Sparkassenstiftung, Heinz Hüning, Museumsleiter Thorsten Austermann, Kuratoriumsvorsitzender Andreas Sunder und seinen Stellvertreter Frank Ehlebracht (von links) – hier mit der Skulptur des Pythagoras – die zufrieden auf das Jahr 2014 zurück blicken. (Foto: Stadt Rietberg)