Beim Rietberger „Hopfendax“ wird um die Bierpreise gezockt

„Die Nachfrage ist weiter gestiegen. Überall werden wir schon gefragt, wann der nächste Hopfendax steigt“, freut sich Holger Hanhardt über die gute Resonanz auf eine ganz besondere Veranstaltungsform im Gartenschaupark. Die Biergartenbörse ist beliebt – und verzeichnete im vergangenen Jahr bei ihrer da erst zweiten Auflage schon mehr als 500 Besucher. „Genau diese Zahl ist um so erstaunlicher als es in 2013 bei extrem kalten Temperaturen quasi die sprichwörtlichen jungen Hunde geregnet hat“, erinnert sich Hanhardt der gemeinsam mit seinem Team feste in den Vorbereitungen steckt.

„Das war schon ein extremes Wetter bei dem eigentlich keiner freiwillig vor die Tür geht und trotzdem war es bei uns nicht nur proppenvoll sondern auch noch allerbeste Stimmung.“ Die Idee zur Biergartenbörse unter dem Namen „Hopfendax“ hatten die beiden Gruppen der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft „Prinzengarde“ und „Potsch“. Bei Parkgeschäftsführer Peter Milsch stießen sie mit den ersten Vorplanungen 2012 gleich auf großes Interesse. „Wir sind ein Gartenschaupark für alle Generationen und freuen uns natürlich besonders, wenn Jüngere aktiv werden und für ihre Altersklasse Angebote organisieren wollen“, so Milsch. „Die Börsenidee ist pfiffig und kommt sehr gut an. Wir haben ebenfalls viele Nachfragen bekommen ob es mit dem Hopfendax weitergehen wird.“

Das tut es, denn für den Samstag, 14. und  Sonntag, 15 Juni ist die große Fläche nahe der Volksbank Arena im Park Neuenkirchen bereits wieder gebloggt für Buden, Fallschirmdach, Bühne und Zapfanlagen. Und wie schon zuvor wird der Hopfendax wieder kombiniert mit Rietis Käfertreffen, das am Sonntag endlich hunderte von Oldtimer in den Park locken soll. „Bisher kann man nur sagen, am besten Schwamm drüber, denn vorher und nachher war das Wetter stets gut, bei unserem Treffen luftgekühlter alter Fahrzeuge im Top-Zustand herrschte jeweils die schlechteste Witterung des gesamten Frühsommers“, sagt Käfertreff-Organisator Erich Rostek und blickt dennoch optimistisch auf den 15. Juni: „Aller guten Dinge sind drei, dieses Mal wird’s richtig was.“

Den Auftakt für das ereignisreiche Veranstaltungswochenende macht aber die Biergartenböse am 14. Juni ab 18 Uhr. „Wir bleiben bei dem bewährten System“, so Holger Hanhardt. „ Große Bierwagen der vier Brauereien Krombacher, Veltins, Warsteiner und Hohenfelder liefern frisch Gezapftes je nach Börsenkurs zum unterschiedlichen Preis.“ Die Nachfrage regelt die Summe für das einzelne Glas Bier. Sprich, wird Sorte A besonders nachgefragt, steigt ihr Preis intervallartig, entsprechend sinkt für Sorte B die Summe. Aktuelle Preise und der Countdown zu den einzelnen Intervallen wird über eine große Leinwand ständig publik gemacht.

Eine große Auswahl an Speisen versprechen die Organisatoren. Für musikalische Unterhaltung sorgt die Showband McCreams. 500 Sitzplätze gibt es, und die Erfahrung hat gezeigt: „Man muss sich im Vorfeld schon seinen Platz sichern“, erklärt Peter Milsch. Für 5 Euro pro Person kann ab sofort im Bürgerbüro und im E-Center an der Westerwieher Straße gebucht werden. Maik Rehling: „Auch große Gruppen haben die Möglichkeit bei frühzeitiger Meldung ganze Tische für sich zu reservieren. Die Karten gelten auch als Eintrittsberechtigung in den Park.“

Am Sonntagmorgen öffnet das Hopfendax-Dorf dann erneut, allerdings ohne das Börsenspiel. Zum deftigen Frühschoppen spielen die Cottonfield Dixielanders auf. „Und dann sollten auch schon die ersten Oldtimerfahrzeuge zu sehen sein“, beschreibt Erich Rostek, was auf die Besucher wartet. „Wir haben zusammen mit dem Rieti am 1. Mai beim weltgrößten Käfertreffen in Hannover schon kräftig die Werbetrommel gerührt. Das Interesse der Besitzer der alten Schätzchen war hoch und wenn das Wetter mitspielt wird das am 15. Juni im Park Neuenkirchen eine Riesensache.“

Rosteck hält eine ganze Reihe von Pokalen bereit, für die weiteste Anreise ebenso wie für die schönsten Fahrzeuge in unterschiedlichen Klassen. Mit Klaus Moorhammer ist erneut ein versierter und kurzweiliger Moderator mit im Boot. Er sammelt selbst luftgekühlte Oldtimer und gilt als größter Kenner der Szene. Rostek: „Der Gartenschaupark ist eine einmalige Location, wo sonst kann man mit seinem Oldtimer als Familie in eine solche Umgebung fahren, die Picknickdecke ausbreiten und es sich gut gehen lassen? Und für die Kinder der Besitzer Von Käfer und Co ist das riesige Gelände einfach ein tolles Erlebnis. Von mir aus könnte es schon morgen losgehen. Ich freu mich auf unseren dritten Versuch.“