Alles rund um die Elektromobilität

Man sieht sie immer öfter – zu erkennen sind sie am „E“ am Ende des Nummernschilds. Trotzdem sind sie noch die karierten Maiglöckchen unter den Fortbewegungsmitteln: Elektroautos. Für viele Menschen ist diese Technologie Neuland. Nachhilfe gibt es in Rietberg beim Tag der Elektromobilität, den die Stadt Rietberg mit vielen weiteren Partnern als Projekt im Rahmen der „Klimaschützen Rietberg“ organisiert, und zwar am Sonntag 8. September, von 13 bis 18 Uhr.

Eingebettet in den Stoppelmarkt, den Tag der Vereine und den Tag der Selbsthilfegruppen, präsentieren verschiedene Partner unterschiedliche Aspekte des Themas. So zeigen Händler an Ständen zwischen den Rathäusern und der Rietberger Pfarrkirche ihre Fahrzeuge und bieten Probefahrten an. Mit dabei sind das Autohaus am Südtor, Autohaus Freitäger und das Autohaus Pahnhenrich. Der Partyservice Sampl aus Varensell zeigt eines seiner elektrisch angetriebenen Auslieferfahrzeuge. Die Stadtwerke Rietberg-Langenberg sind mit Ihren Angeboten rund um Ökostrom und E-Fahrzeuge vertreten, und die Firma Schierl Solartechnik hält Informationen zu Solarcarports, Wasserstoff und Windkraft bereit. Wie Autos mit Wasserstoff angetrieben werden können, erläutert die NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie). Sie hat auch gleich ein Fahrzeug zum Ausprobieren dabei. Bei Autos alleine bleibt es an dem Tag aber nicht: Denn vor Ort ist auch 2 Rad Kollenberg aus Neuenkirchen. Dort können Besucher sich über Elektro-Tretroller, die aktuell die Straßen erobern, informieren und sie ausprobieren. E-Scooter für Senioren sind beim Stand von E-Mobile-Sudahl zu bestaunen. Die passende Ladesäulentechnik für Elektroautos sowie Hintergrundinfos rund um die Installation stellt die Firma Westfaflex vor. Westnetz und Innogy halten Informationen zum Thema Netzausbau und Netzstabilität in Zeiten der Mobilitätswende bereit. Dass es nicht immer das eigene Elektrofahrzeug sein muss, zeigt das Projekt „Dorfauto“, das in St. Vit, einem Stadtteil von Rheda-Wiedenbrück, seit einiger Zeit erfolgreich läuft. Ein Vertreter dieser Initiative wird das Projekt vorstellen.

Neben der Technik finden jedoch auch weitere Aspekte an diesem Tag Beachtung. So können sich Besucher an einem Infostand, der vom BUND e. V. Gütersloh (Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland), Powershift e.V. aus Berlin und dem Gymnasium Nepomucenum gemeinsam bespielt wird, darüber informieren, welche Ressourcen zur Herstellung von Akkus verwendet werden und was das dauerhaft für die Umwelt und die Menschen bedeutet. Viele Mineralien und seltene Erden können angeschaut und angefasst werden. Auch Gedanken zur Mobilitätswende insgesamt ‒ die weit über „Elektromobilität“ hinausgeht ‒ können hier diskutiert werden. Die Verkehrswacht des Kreises Gütersloh ist mit einem Überschlagsimulator vertreten, auf Kinder warten Solarbobbycars. Der E-Autoparcours am Stand der Verbraucherzentrale ist für junge und ältere Besucher spannend – nebenbei kann man sich über „Sonne im Tank“ informieren.

Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder, die den Tag gemeinsam mit der Stabsstelle Wirtschaftsförderung organisiert, hofft, dass sich viele Menschen zum Thema Elektromobilität informieren werden: „Aus Erfahrung weiß ich, dass noch viel Aufklärungsbedarf besteht. Uns ist es an diesem Tag besonders wichtig, das Thema möglichst ganzheitlich darzustellen. Beim Tag der Elektromobilität gibt es die Gelegenheit, sich umfassend zu informieren.“

Bild: Ab in die Steckdose heißt es beim Tag der Elektromobilität am 8. September. Mit dabei sind unter anderem (von links) Thomas und Michael Freitäger (beide Geschäftsführer Autohaus Freitäger), Julian Wessel (Verkauf Autohaus Freitäger), Helge Pfingst (Energieberater Verbraucherzentrale NRW), Svenja Schröder (Klimaschutzmanagerin Stadt Rietberg), Renate Pörtner (Wirtschaftsförderin Stadt Rietberg), Dietmar Wieck (Westnetz) und Ingrid Meering (Innogy), Bürgermeister Andreas Sunder sowie Thorsten Flötotto und Jürgen Reich (beide Stadtwerke Rietberg-Langenberg). Foto: Stadt Rietberg

Quelle: Stadt Rietberg