Alle Bürgermeister stehen hinter der Martinschule

Die politischen Gremien müssen noch entscheiden, das Signal aber ist eindeutig: Die Martinschule Rietberg-Verl soll erhalten bleiben. Auf diesen Vorschlag haben sich alle 13 Stadtoberhäupter im Kreis Gütersloh im Rahmen einer Bürgermeisterkonferenz verständigt. Sollte die Politik sich diesem Votum anschließen, wäre die Rietberger Förderschule eine von drei Einrichtungen im Kreis Gütersloh, zwischen denen die Eltern von Kindern mit Förderbedarf künftig noch wählen können.

Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder sieht sich durch diesen Vorentscheid, den er gemeinsam mit seinen Amtskollegen getroffen hat, bestätigt: „Ich habe immer gesagt, dass die Martinschule hervorragende Arbeit leistet und dass es für eine Fördereinrichtung, die so vielfältige Lernmöglichkeiten bietet, eine Zukunft geben muss. Dass wir nun auf dem Weg dorthin einen großen Zwischenschritt gemacht haben, freut mich sehr.“ Sunder hofft, dass auch die politischen Entscheidungsträger der Kommunen und des Kreises Gütersloh seine Meinung teilen und in den kommenden Wochen und Monaten ihr Ok zum Erhalt der Schule, die im Ortsteil Neuenkirchen untergebracht ist, geben. Sollte das der Fall sein, sind weitere Fragen zu klären – wie etwa die der Trägerschaft. Bisher „betreiben“ die Städte Rietberg und Verl die Martinschule gemeinsam. Weil sich aber durch die Schließung anderer Förderschulen im Kreis das Einzugsgebiet der Martinschule erweitern wird, könnte dies auch Auswirkungen auf die Trägerschaft haben.

Grund für die Neuorganisation der Förderschulen ist die Inklusion, die weiter vorangetrieben wird. Immer mehr Eltern haben ihre Kinder, die besonders gefördert werden müssen, an Regelschulen angemeldet. Zwar gibt es weiterhin viele Erziehungsberichtigte, die ihre Schützlinge an den Förderschulen besser aufgehoben wissen, dennoch waren die Anmeldezahlen in der Vergangenheit an einigen Förderschulen stark zurückgegangen – an der Martinschule waren sie jedoch bis zuletzt erfreulich konstant geblieben. Mit dem Erhalt von drei Förderschulen im Kreis Gütersloh (außer Rietberg auch in Gütersloh und Halle) hätten Eltern künftig weiterhin die Möglichkeit zu entscheiden, welche Schulform für ihr Kind die beste ist.

Das Archivbild zeigt Schüler und Lehrer der Martinschule sowie Rietbergs Klimamanagerin Anika Hering (ganz rechts). Die Schule hatte den Klimapreis der Stadt Rietberg gewonnen.  Foto: Stadt Rietberg

Das Archivbild zeigt Schüler und Lehrer der Martinschule sowie Rietbergs Klimamanagerin Anika Hering (ganz rechts). Die Schule hatte den Klimapreis der Stadt Rietberg gewonnen. Foto: Stadt Rietberg